Oder warum Ärzte die schlechtesten Ratgeber sind: Sie behandeln Patienten – nur sich selbst nicht.
Im Altertum sprachen Orakel, Haruspices und Heilkundige im Namen der Götter.
Im Mittelalter rissen Leibärzte Königen die Adern auf, bis die Gicht und Fettsucht in Schwindsucht umschlugen. Quacksalber landeten auf dem Scheiterhaufen oder wurden geteert und gefiedert.

Heute zieht sich der Medizinstudent den weißen Kittel an, hängt sich das Littmann um den Hals, setzt den HNO-Spiegel auf (Spiegel nach außen! der „Klopfkurs“ fiel aus) und verkündet auf Social Media mit dem Brustton von Influencern (nicht mit Grippe verwechseln!) die neueste Propaganda der Pharma-Mafia.

Dann sitzt der Hausarzt in seinem Sprechzimmer hinter dem großen Schreibtisch, starrt in den Bildschirm und hofft, dass das KI-Orakel ihm endlich Weisheit einflößt.
Er wartet sehnsüchtig auf den nächsten Abrechnungskurs der Ärztekammer und KV: „KI-gestützte Online-Sprechstunde ohne Patientenkontakt und kontaktlose AU“ – das goldene Zeitalter der Medizin.

Währenddessen scharrt der Patient unruhig mit den Füßen.
Der übergewichtige, nach Zigaretten stinkende Arzt murmelt etwas von Prävention, Abnehmen, Bewegung und Ernährung… und schiebt das Rezept mit der GLP-1-Spritze über den Tisch:
„Bitte lassen Sie sich einen neuen Termin für Ihr DMP-Diabetes im nächsten Quartal geben.“
Der Patient erwacht schweißgebadet aus dem Alptraum – und vereinbart sofort einen Termin beim Heilpraktiker seines Vertrauens.

Ärzte behandeln Patienten.
Sich selbst? Offensichtlich nicht.
Real-Satire aus dem Leben eines Patienten im besten Gesundheitssystem aller Zeiten!
Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM
Independent Research • Internal Medicine • Geriatrics • Dermatology • Biochemistry • Longevity-Coherence Researcher • Medical Advisor.
©2026, Dr. HU Jabs, SDG.