Biophotonen, Photobiomodulation

Die beste Photobiomodulation (PBM) für Schönheit & Longevity – die Sonne!

Die älteste, mächtigste und kostenlose Therapie der Welt liegt buchstäblich vor deiner Tür.

Kein Hightech-Gerät, kein teures Panel – sondern das volle Spektrum des Sonnenlichts.

Photobiomodulation (PBM) ist kein neuer Hype, sondern die moderne wissenschaftliche Beschreibung eines uralten biologischen Prinzips: Licht steuert Leben. Und die Sonne liefert die umfassendste, evolutionär abgestimmte Version davon.

PBM (früher oft Low-Level-Laser-Therapie oder LLLT genannt) ist die nicht-thermische, nicht-ionisierende Anwendung von Licht – vor allem im roten (ca. 620–700 nm) und nahinfraroten (NIR, ca. 700–1100 nm) Bereich –, um zelluläre Prozesse zu modulieren.

Die Photonen werden von spezifischen Molekülen in den Zellen aufgenommen und lösen eine Kaskade aus: gesteigerte ATP-Produktion in den Mitochondrien, Freisetzung von Stickstoffmonoxid, Reduktion von oxidativem Stress, anti-inflammatorische Signale und Aktivierung von Reparatur- und Regenerationsprogrammen.

Ergebnis: bessere Wundheilung, mehr Kollagen, gesteigerte Hautelastizität, verbesserte Mikrozirkulation, neuroprotektive Effekte und potenziell positive Einflüsse auf Longevity-Mechanismen wie mitochondriale Funktion und Inflammaging.

Die Sonne enthält genau diese Wellenlängen in natürlicher Kombination – und noch viel mehr.

Sonnenlicht ist kein „einfaches“ Licht. Es umfasst UV, sichtbares Licht und Infrarot.

Während UV (besonders UVB) Vitamin-D-Synthese ermöglicht und circadiane Rhythmen steuert, sind die roten und nahinfraroten Anteile die eigentlichen PBM-Akteure für Zellenergie und Geweberegeneration.

Epidemiologische Daten zeigen seit Langem: Moderate Sonnenexposition korreliert mit niedrigerer Gesamtmortalität und weniger chronischen Erkrankungen.

Die Vitamin-D-Hypothese allein erklärt das nicht ausreichend – randomisierte Studien und Mendel-Randomisierungs-Analysen haben den direkten Nutzen von Vitamin-D-Supplementierung relativiert.

Stattdessen rücken die photobiomodulatorischen Effekte von Rot & NIR in den Fokus: Sie verbessern mitochondriale Funktion, reduzieren Entzündung und unterstützen systemische Gesundheit.

Besonders faszinierend: Längere Wellenlängen des Sonnenlichts (NIR) können den Körper durchdringen und systemische Wirkungen entfalten – selbst durch Kleidung hindurch.

Die Sonne ist damit die umfassendste „PBM-Maschine“, die evolutionär auf den menschlichen Organismus abgestimmt ist.

Die Eindringtiefe entscheidet, welche Gewebeschichten erreicht werden. Kurzwellige Strahlung wird stark gestreut und absorbiert, langwellige dringt tiefer:

– Blaues/violettes Licht (ca. 400–500 nm): meist < 1 mm – vor allem Epidermis, antibakterielle und oberflächliche Effekte.

– Grün/Gelb: etwa 1–2 mm.

– Rotes Licht (620–700 nm): typischerweise 2–5 mm (teilweise bis 8–10 mm bei 1 %-Restintensität) – erreicht die Dermis mit Fibroblasten (Kollagenproduktion).

– Nahinfrarot (800–1000 nm, besonders um 810–850 nm): 5–20 mm und mehr – tieferes Bindegewebe, Muskulatur, teilweise systemische und transkranielle Wirkungen.

Die genaue Tiefe hängt von Hauttyp, Melaningehalt, Blutperfusion, Strahlungsstärke und Spotgröße ab.

NIR liegt im „optischen Fenster“ des Gewebes, in dem Absorption durch Hämoglobin und Wasser relativ gering ist.

Chromophore sind die „Lichtempfänger“ – Moleküle, die Photonen bestimmter Wellenlängen absorbieren und die Energie in biologische Signale umwandeln.

In der PBM ist das wichtigste Chromophor Cytochrom-c-Oxidase (Komplex IV der mitochondrialen Atmungskette).

Ihre Häm- und Kupferzentren absorbieren bevorzugt im Rot- und NIR-Bereich. Die Absorption löst unter anderem die Photodissoziation von hemmendem Stickstoffmonoxid, steigert die Enzymaktivität und erhöht die ATP-Produktion.

– Melanin & Hämoglobin (vor allem kürzere Wellenlängen),
– Opsine (blau-grünes Licht, circadian und zelluläre Signalwege),
– Wasser (längeres NIR),
– Flavoproteine und andere.

Die Sonne aktiviert dieses Netzwerk gleichzeitig und in natürlichen Dosisverhältnissen – etwas, das künstliche monochromatische Quellen nur teilweise nachahmen können.

Während die Sonne systemisch wirkt, erlauben gezielte Laseranwendungen präzise Interventionen.

Die Laser-Blutbestrahlung (ILIB / intravascular laser irradiation of blood oder transkutane Varianten) bringt niederenergetisches Laserlicht (oft 630–660 nm oder andere) in den Blutkreislauf – entweder intravenös oder über große Gefäße (z. B. Handgelenk).

Beobachtete und untersuchte Effekte umfassen verbesserte Mikrozirkulation, mitochondriale Aktivierung, Immunmodulation und anti-inflammatorische Wirkungen.

Die Laser-Akupunktur kombiniert klassische Akupunkturpunkte mit PBM-Licht. Sie nutzt sowohl die traditionelle Energetik als auch die direkten photobiologischen Effekte auf Gewebe und Nervensystem.

Künstliche PBM-Geräte sind wertvoll für gezielte, dosierbare Anwendungen (Haut, Gelenke, transkraniell).

Der Schlüssel liegt in der intelligenten Exposition: Morgen- und Abendsonne liefern mehr Rot und NIR bei geringerem UV-Anteil. Kurze, regelmäßige Aufenthalte im Freien, ohne Verbrennung, unterstützen mitochondriale Gesundheit, Kollagenstoffwechsel und systemische Regulation.

Schönheit und Longevity entstehen nicht durch Vermeidung von Licht, sondern durch die richtige Beziehung dazu.

Die Sonne ist seit Jahrmillionen unser stärkster PBM-Partner. Nutze sie bewusst – und ergänze sie, wo sinnvoll, durch gezielte Technologien.

– Hamblin, M. R. (2018). Mechanisms and Mitochondrial Redox Signaling in Photobiomodulation. Photochemistry and Photobiology.

– Karu, T. et al. – Arbeiten zur Cytochrom-c-Oxidase als Primärchromophor der PBM.

– Salehpour, F. et al. (2019). Therapeutic potential of intranasal photobiomodulation… Reviews in the Neurosciences.

– Wunsch, A. & Matuschka, K. (2014). A controlled trial to determine the efficacy of red and near-infrared light treatment… Photomedicine and Laser Surgery.

– Heiskanen, V. & Hamblin, M. R. (2018) „Sunlight and health: shifting the focus from vitamin D3 to photobiomodulation…“ ScienceDirect, 2020.

– Systematische Reviews zu ILIB/systemischer PBM (Lasers in Medical Science, 2024/2025).

– Finlayson, L. et al. (2022). Depth Penetration of Light into Skin… Photochemistry and Photobiology.

– Weitere klinische und experimentelle Arbeiten zu PBM bei Hautalterung, mitochondrialer Funktion und Longevity (u. a. GeroScience-Workshop-Beiträge des NIA).

Hinweis: Dieser Artikel dient der wissenschaftlichen Inspiration und Information. Individuelle Beratung durch Fachärzte bleibt unerlässlich, insbesondere bei Hautkrebsrisiko oder vorgegebener Medikation.

Die mitochondriale Wirkung ist der zentrale und am besten untersuchte Mechanismus der Photobiomodulation.

Rotes und nahinfrarotes Licht (ca. 600–1100 nm) wird primär von der Cytochrom-c-Oxidase (CCO, Komplex IV der Atmungskette) absorbiert und setzt dort eine Kaskade in Gang, die die zelluläre Energieproduktion und Signalwege moduliert.

CCO ist das terminale Enzym der mitochondrialen Elektronentransportkette. Es enthält zwei Häm-Gruppen (Häm a und a₃) und zwei Kupferzentren (CuA und CuB). Diese Metallzentren absorbieren Photonen im Rot- und NIR-Bereich besonders gut. Die Absorptionsspektren der oxidierten und reduzierten Formen von CCO stimmen weitgehend mit den Wirkungsspektren der PBM überein.

Unter Stress, Hypoxie oder Entzündung bindet NO nicht-kovalent an das binukleare Zentrum (Häm a₃/CuB) und hemmt dadurch die Sauerstoffbindung und den Elektronenfluss. 

Rotes und NIR-Licht dissoziiert dieses inhibitorische NO vom Enzym. Dadurch wird die Aktivität von CCO wiederhergestellt oder gesteigert.

– Verbesserter Elektronenfluss durch die Atmungskette
– Erhöhtes mitochondriales Membranpotenzial (ΔΨm)
– Steigerung der ATP-Synthese durch ATP-Synthase
– Erhöhter Sauerstoffverbrauch

PBM führt in der Regel zu einer transienten, milden Erhöhung von reaktiven Sauerstoffspezies (ROS). Diese dienen als Signalmoleküle und aktivieren antioxidative und zellschützende Programme (z. B. Nrf2-Pathway). In gestressten Zellen kann PBM gleichzeitig pathologisch erhöhten oxidativen Stress senken – ein typisches Beispiel für den „biphasischen“ oder kontextabhängigen Effekt der PBM.

– Freisetzung von NO: Neben der Dissoziation kann CCO unter bestimmten Bedingungen (besonders Hypoxie) auch als Nitrit-Reduktase wirken und selbst NO produzieren. NO wirkt vasodilatatorisch und signalisiert weiter.
– Calcium-Signaling: Veränderungen des mitochondrialen und zytosolischen Ca²⁺-Haushalts.
– Aktivierung von Transkriptionsfaktoren: u. a. NF-κB, AP-1, HIF-1α → Expression von Genen für Kollagen, Wachstumsfaktoren, antioxidative Enzyme und anti-inflammatorische Mediatoren.
– Mitochondriale Biogenese: Langfristig kann PBM die Bildung neuer Mitochondrien fördern.
– Einfluss auf andere Atmungskettenkomplexe: Studien zeigen auch Modulation von Komplex III oder anderen Komponenten, allerdings ist CCO der dominante Akzeptor.

Die Wirkung ist stark abhängig vom Zustand der Zelle:

– In gesunden Zellen mit guter mitochondrialer Funktion sind die Effekte oft subtil.
– In gestressten, hypoxischen oder alternden Zellen (mit bereits gehemmter CCO) sind die positiven Effekte deutlich ausgeprägter.

Zudem gilt die biphasische Dosis-Wirkungs-Beziehung (Arndt-Schulz-Regel): niedrige bis moderate Dosen stimulieren, zu hohe Dosen können hemmend wirken.

Lichtabsorption an CCO → Photodissoziation von NO → gesteigerte CCO-Aktivität → ↑ ATP + ↑ ΔΨm + milde ROS- und NO-Signale → Aktivierung zellulärer Signalwege und Transkription → verbesserte Energieversorgung, reduzierte Entzündung, gesteigerte Reparatur- und Regenerationsprozesse.

Diese mitochondrialen Mechanismen erklären die beobachteten klinischen Wirkungen der PBM auf Haut (Kollagen), Wundheilung, Entzündung, Schmerzen und auch auf Gehirnfunktion und Longevity-relevante Prozesse.

Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM
Independent Research • Internal Medicine • Geriatrics • Dermatology • Biochemistry • Longevity-Coherence Researcher • Medical Advisor.
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