Vor etwa 66 Millionen Jahren endete die Herrschaft der Nicht-Vogel-Dinosaurier abrupt.

Dieses Ereignis gehört zu den größten Massenaussterben der Erdgeschichte (Kreide-Paläogen-Grenze).
Etwa 75 % aller damaligen Arten verschwanden – darunter alle großen Dinosaurier, Flugsaurier, viele Meeresreptilien und zahlreiche andere Gruppen.

Die Hauptursache: Ein Asteroideneinschlag
Die heute am besten belegte Erklärung ist der Einschlag eines etwa 10–15 Kilometer großen Asteroiden auf der Yucatán-Halbinsel (Mexiko).
Dort liegt der Chicxulub-Krater mit einem Durchmesser von rund 180–200 Kilometern.
Was passierte:
– Der Einschlag setzte eine unvorstellbare Energiemenge frei (vergleichbar mit Milliarden Atombomben).
– Sofortige Folgen: riesige Tsunamis, verheerende Erdbeben, globale Waldbrände und eine gewaltige Hitze- und Druckwelle.
– In die Atmosphäre geschleudertes Gestein, Staub und Ruß verdunkelten den Himmel monatelang bis jahrelang („Einschlagswinter“).
– Die Photosynthese brach zusammen → Pflanzen starben ab → Nahrungsketten kollabierten.
– Zusätzlich kam es zu starker Abkühlung, Säureregen und Ozeanversauerung.
Beweise dafür sind:
– Eine weltweite Iridium-Anomalie (Iridium ist in Asteroiden viel häufiger als in der Erdkruste).
– Geschockter Quarz und Impaktgläser (Tektite).
– Der Krater selbst und die genaue zeitliche Übereinstimmung mit dem Aussterben.

Die Rolle der Vulkane
Gleichzeitig gab es in Indien die Deccan-Traps – riesige Vulkanausbrüche, die über Hunderttausende Jahre andauerten und enorme Mengen an CO₂, Schwefel und Asche freisetzten.
Diese könnten das Klima schon vorher belastet und Ökosysteme gestresst haben.
Neuere Studien deuten jedoch darauf hin, dass der Asteroideneinschlag der entscheidende „Todesstoß“ war.
Manche Forscher sehen sogar die Möglichkeit, dass der Einschlag die vulkanische Aktivität noch verstärkt hat.
Wichtige Klarstellung
Nicht alle Dinosaurier starben aus. Die Vögel sind direkte Nachfahren theropoder Dinosaurier und haben überlebt!
Was wir umgangssprachlich „Dinosaurier“ nennen, meint die nicht-avischen Formen.
Der Asteroideneinschlag von Chicxulub gilt heute als die Hauptursache für das Aussterben der großen Dinosaurier.
Die vulkanische Aktivität der Deccan-Traps hat das Geschehen möglicherweise verschärft oder vorbereitet, war aber allein wahrscheinlich nicht ausreichend für den globalen Kollaps.
Das Ereignis räumte die ökologischen Nischen frei und ermöglichte den Aufstieg der Säugetiere – und damit letztlich auch unsere Existenz.

Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM
Independent Research • Internal Medicine • Geriatrics • Dermatology • Biochemistry • Longevity-Coherence Researcher • Medical Advisor.
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