Aromatherapie, Ayurveda, Bioelektronische Medizin

🌿 Ladanum & Weihrauch – Alte Heilmittel neu entdeckt

Seit der Antike werden Ladanum (Harz der Zistrose, Cistus incanus) und Weihrauch (Boswellia-Harz) in der Heilkunst verwendet – heute rücken sie erneut in den Fokus moderner Forschung.

Ladanum ist ein Harz aus der Zistrose, reich an Polyphenolen mit stark antioxidativer und entzündungshemmender Wirkung. Studien zeigen antivirale Effekte, u. a. gegen HIV und Influenza (Rebensburg et al., 2016), sowie Schutzwirkungen auf Zellkulturen gegen Virusinfektionen (Kalus et al., 2009)

Während Ladanum im Mittelmeerraum schon bei Wunden und Infektionen eingesetzt wurde, untersucht man heute mögliche Anwendungen bei Virus- und Bakterieninfektionen. Passend dazu existieren Patente für antivirale und antibakterielle Kompositionen (u. a. EU-Patent Nr. 2373323 & Nr. 2604273).

Weihrauch enthält Boswelliasäuren, die Entzündungen im Gehirn hemmen können. Präklinische Studien deuten auf neuroprotektive Effekte hin, mit Potenzial für Alzheimer und andere Demenzformen (Ahmed et al., 2023).

Sowohl Ladanum als auch Weihrauch wirken über ihre Polyphenole bzw. Boswelliasäuren stark entzündungsmodulierend. Dies macht sie spannend für moderne Phytotherapie bei chronischen Entzündungen, Virus- und bakteriellen Infektionen, aber auch für neurodegenerative Erkrankungen.

👉 Takeaway: Zwei uralte Heilmittel – wissenschaftlich neu bewertet – Spielen in Zukunft eine Rolle bei der Prävention & Behandlung von Infektionen und Entzündungserkrankungen.

Seit Jahrhunderten vertrauen Menschen auf Pflanzenharze als Heilmittel. Besonders Ladanum, das Harz der Zistrose (Cistus incanus), und Weihrauch (Boswellia) wurden in verschiedenen Kulturen bei Entzündungen und Infektionen eingesetzt.

Heute belegen moderne Studien erste wissenschaftliche Grundlagen für diese alten Anwendungen.

  • Ladanum in der Volksmedizin
    Hirten im Mittelmeerraum sammelten Ladanum aus dem Fell ihrer Tiere und nutzten es zur Wundheilung, bei Hautproblemen und Erkältungen.

  • Hebammenpraxis (persönliche Mitteilung)
    Dr. Pandalis berichtet, dass seine Großmutter als Hebamme auf einer kleinen griechischen Insel Neugeborene mit Zistrosen-Sud wusch. In ihrer Gemeinde soll dadurch die Säuglingssterblichkeit deutlich gesunken sein. Dies ist keine wissenschaftliche Studie, zeigt aber den hohen Stellenwert von Heilpflanzen in der traditionellen Geburtshilfe.

  • Weihrauch in Heilkunde & Ritualen
    neben seiner religiösen Bedeutung war Weihrauch in Ayurveda und orientalischer Medizin ein wichtiges Mittel gegen Entzündungen, Gelenkbeschwerden und Verdauungsprobleme.
  • Antivirale Wirkung von Ladanum
    Polyphenolreiche Extrakte der Zistrose verhindern, dass Viren wie HIV oder Influenza an menschliche Zellen binden (Rebensburg et al., 2016). Eine Studie zeigt auch, dass Erkältungssymptome durch Zistrosen-Extrakte gelindert werden können (Kalus et al., 2009).

  • Antibakterielle Potenziale
    Patente bestätigen die Entwicklung von Ladanum-basierten Präparaten zur Behandlung bakterieller Infektionen (EU-Patent Nr. 2604273, Kanada-Anmeldung Nr. 2854209).

  • Weihrauch und Demenzforschung
    Boswelliasäuren wirken stark entzündungshemmend. Präklinische Daten zeigen, dass sie bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz hilfreich sein können (Ahmed et al., 2023).

Während Hirten und Hebammen schon früh positive Wirkungen beobachteten, bestätigt die moderne Forschung erste antivirale, antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften.

👉 Diese Heilmittel sind keine Wundermittel, aber sie zeigen, wie Volksmedizin wertvolle Impulse für die moderne Phytotherapie liefern kann – und vielleicht auch neue Wege in der Prävention und Behandlung von Infektionen sowie neurodegenerativen Erkrankungen eröffnet.

Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM,
Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie & Biochemiker,
American College of Physicians – American Society of Internal Medicine
KZAR – Kompetenzzentrum Autonome Regulationsmedizin
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