Wusstest du, dass man durch sanfte Stimulation des linken Ohrs das Nervensystem beruhigen kann?
Diese Methode nennt sich transaurikuläre Vagusnervstimulation (taVNS) – ein faszinierender Weg, Körper und Geist in Einklang zu bringen, ganz ohne Medikamente.
🔍 Warum gerade das linke Ohr?
Weil der linke Vagusnerv-Zweig besonders sicher stimuliert werden kann.
Der rechte Nerv ist stärker mit dem Herzen verbunden – dort zu stimulieren, könnte riskanter sein. Die linke Seite hingegen aktiviert gezielt beruhigende Regionen im Gehirn – wie das limbische System, das unsere Emotionen reguliert (Badran et al., 2019), (Peng et al., 2017).
✨ Studien zeigen: taVNS am linken Ohr kann helfen bei:
- Stressabbau & Angststörungen
- Besserem Schlaf
- Mehr innerer Ruhe
- Besserer Emotionsregulation
- Sogar bei Epilepsie und Depressionen (Parente et al., 2023)
💡 Das Beste daran: Diese Methode ist völlig nicht-invasiv. Ein kleines Gerät am Ohr – das war’s.
🌀 Dein Ohr ist also nicht nur zum Hören da – es ist ein Tor zur Heilung.
Faszinierend, oder?
👉 Hast du schon von taVNS gehört oder es vielleicht sogar ausprobiert?
Infos: https://zenowell.ai/?ref=DRJABS
– und nicht vergessen: Ein Ohr kann mehr bewirken, als wir denken!
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Die transaurikuläre Vagusnervstimulation (taVNS) wirkt am linken Ohr oft besser als am rechten – insbesondere wegen anatomischer und sicherheitsbezogener Unterschiede im Verlauf des Vagusnervs.
Anatomischer Hintergrund
- Verlauf des Vagusnervs (Nervus vagus, Hirnnerv X): Der Vagusnerv ist ein gemischter Hirnnerv, der motorische, sensorische und parasympathische Fasern enthält. Er zieht von der Medulla oblongata abwärts durch den Hals, Brustkorb und bis in den Bauchraum und innerviert dabei Herz, Lunge, Magen-Darm-Trakt und andere Organe.
- Aurikulärer Ast des Vagusnervs: Nur ein kleiner Teil des Nervus vagus (auricular branch of the vagus nerve, ABVN) erreicht die Ohrmuschel. Dieser Ast verläuft hauptsächlich in der Cymba conchae und meatus acusticus externus, vor allem auf der linken Seite leichter zugänglich und besser von somatosensorischen Hirnarealen verarbeitet.
Warum das linke Ohr bevorzugt wird
- Sicherheitsgründe – Herzfunktion: Die rechte vagale Innervation beeinflusst direkt den Sinusknoten des Herzens. Eine Stimulation am rechten Ohr könnte daher eine stärkere und potenziell gefährlichere Wirkung auf die Herzfrequenz haben (Badran et al., 2019).
- Zugang zur Zielregion: Studien zeigen, dass Stimulation an bestimmten Punkten des linken Ohrs (z. B. CO10–12, TF4) effizientere Aktivierung limbischer und kortikaler Regionen auslöst, die für emotionale Regulation, kognitive Kontrolle und sensorische Verarbeitung wichtig sind (Peng et al., 2017).
- Studienlage & Methodik: Die meisten klinischen Studien zur taVNS wurden am linken Ohr durchgeführt – z. B. bei Depressionen (Parente et al., 2023), Essstörungen (Melis et al., 2020) und Epilepsie (von Wrede et al., 2021), sodass dort die besten Evidenzen vorliegen.
Die linke Seite wird für taVNS bevorzugt, weil sie sicherer für das Herz ist und der aurikuläre Ast des Vagusnervs dort zuverlässiger aktiviert werden kann. Klinisch relevante Studien und neurophysiologische Daten stützen diese Wahl.






Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM,
Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie & Biochemiker,
American College of Physicians – American Society of Internal Medicine
KZAR – Kompetenzzentrum Autonome Regulationsmedizin
©2025, Dr. HU Jabs.