Es gibt interessante Hinweise aus der Forschung, dass bestimmte Harmonien zwischen Schumann-Resonanzen und menschlicher Gehirnaktivität existieren.
Eine Verstärkung durch höhere Harmonische wie Bienensummen (~250–300 Hz) ist theoretisch denkbar, aber nicht belegt.
Hier ist der Stand der Forschung:
📡 Schumann-Resonanzen & Gehirnwellen
- Kohärenz zwischen Gehirnwellen & Schumann-Resonanz (v.a. 7,83 Hz und 13–14 Hz) Studien zeigen, dass das menschliche Gehirn, besonders im Schlaf oder bei Meditation, in Phase mit den ersten drei Schumann-Harmonischen (7,83 Hz, 14,1 Hz, 20,3 Hz) schwingt (Saroka & Persinger, 2014), (Persinger, 2014). Dies betrifft Alpha- und Theta-Wellenbereiche des Gehirns.
- Stärkste Korrelation im Bereich von 12–14 Hz (2. Harmonische)
Diese Frequenz fällt in den Bereich der sogenannten Schlafspindeln im EEG. Eine Untersuchung zeigte, dass diese Schumann-Harmonische regelmäßig mit Gehirnaktivität bei schlafenden Menschen synchronisiert ist (Persinger & Saroka, 2016).
🐝 Bienensummen (250–300 Hz) als hohe Harmonische (~40x 7,83 Hz)
- Die Bienensummen-Frequenz entspricht etwa der 40. Harmonischen der Grundfrequenz der Schumann-Resonanz.
- Es gibt aktuell keine Studien, die zeigen, dass solch hohe Harmonische wie Bienensummen direkt auf Gehirnwellen resonant oder verstärkend wirken.
- Studien zur Bienensummen beschäftigen sich meist mit Verhaltensanalyse der Bienen oder akustischer Identifikation, nicht mit Wechselwirkungen auf menschliches EEG.
⚡ Hypothetischer Zusammenhang: Möglich, aber unbelegt
- Die Theorie, dass durch hohe Harmonische (wie Bienensummen) eine Verstärkung elektromagnetischer Kopplung mit dem Gehirn stattfinden könnte, ist physikalisch spekulativ.
- Zwar zeigen die genannten Studien eine Synchronisation zwischen Gehirn & Schumann-Resonanzen, aber keine Hinweise auf Verstärkungen durch höhere Harmonische.
Wie verändern Obertöne den Klangcharakter einer Orgel?
Obertöne bestimmen maßgeblich die Klangfarbe (Timbre) eines Tons.
Bei der Orgel sind sie entscheidend für die Unterscheidbarkeit verschiedener Register & Pfeifenbauformen:
- Bereits im 17. Jahrhundert wurde erkannt, dass die spektrale Zusammensetzung – also die Mischung der Grundfrequenz mit den Obertönen – den Charakter eines Klangs wesentlich beeinflusst. Das betrifft sowohl die Wahrnehmung von Klangfülle als auch von Schärfe oder Wärme (Muzzulini, 2004).
- Je nachdem, welche Obertöne (also Harmonische) betont oder abgeschwächt sind, ergibt sich ein völlig unterschiedlicher Klangcharakter bei gleichbleibender Tonhöhe.
Wie ist das Hörvermögen von Tieren im Vergleich zum Menschen (ca. 40–20.000 Hz)?
Tiere haben sehr unterschiedliche Hörbereiche, oft weit über oder unter dem menschlichen Spektrum:
- Hunde hören typischerweise von ca. 67 Hz bis zu 45.000 Hz – sie übertreffen Menschen vor allem im Hochfrequenzbereich.
- Fledermäuse nutzen Ultraschall bis über 100.000 Hz zur Echoortung.
- Elefanten hingegen hören auch Infraschall unter 20 Hz und kommunizieren teilweise mit Frequenzen unterhalb unseres Hörbereichs.
- Vögel wie Tauben oder Eulen haben spezielle Frequenzempfindlichkeiten, die an ihr Lebensumfeld angepasst sind, oft im Bereich von 1.000–5.000 Hz, mit guter Richtungswahrnehmung.
Diese Tierarten haben ihre Hörbereiche oft an spezifische Umweltanforderungen oder Kommunikationsformen angepasst. Leider enthält die aktuelle Literaturlage in der Datenbank hierzu keine neuen Studien, aber die genannten Werte sind gut dokumentiert in zoologischer und audiologischer Fachliteratur.
Obertöne formen den Klangcharakter einer Orgel entscheidend durch ihre spektrale Zusammensetzung. Tiere besitzen je nach Art deutlich erweiterte oder verschobene Hörbereiche im Vergleich zum Menschen, angepasst an ihre natürlichen Lebensbedingungen.
Eine Kopplung zwischen den Schumann-Resonanzen und Gehirnwellen im Bereich bis etwa 20 Hz ist nachgewiesen. Eine resonante Verstärkung durch Bienensummen (~250–300 Hz) als hohe Harmonische ist theoretisch interessant, aber wissenschaftlich bislang nicht belegt.
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Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM,
Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie & Biochemiker,
American College of Physicians – American Society of Internal Medicine
KZAR – Kompetenzzentrum Autonome Regulationsmedizin
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