Schon lange bevor es High-Tech-Geräte für Vagusnerv-Stimulation (VNS) gab, nutzten Mönche und Nonnen im Kloster uralte Wege, um das vegetative Nervensystem zu beruhigen – und damit Körper & Seele zu heilen.
Die natürlichen Vagus-Aktivatoren im Klosteralltag:
🕯️ Gregorianische Gesänge
Langsame, monotone & tieffrequente Klangmuster wirken nachweislich beruhigend auf das autonome Nervensystem. Diese Art der Musik fördert nachweislich die Herzratenvariabilität (HRV), ein Marker für vagale Aktivität & Resilienz gegen Stress (Tisdell et al., 2024).
🧘♂️ Meditation & Gebet
Kontemplation, Atemachtsamkeit & langsames Sprechen im Gebet aktivieren den Vagusnerv, stärken die Stressresistenz und fördern die seelische Stabilität (Breit et al., 2018), (Bonaz et al., 2016).
🎶 Solfeggio-Frequenzen
Auch wenn die wissenschaftliche Datenlage zu Solfeggio-Frequenzen noch dünn ist, deuten frühe Studien darauf hin, dass monotone Klangwellen im niederfrequenten Bereich das parasympathische Nervensystem stimulieren können – ähnlich wie bei Mantram-Meditation (Damerla et al., 2018).
🌿 Weihrauch & Räucherwerk
Bestimmte ätherische Öle können den Vagusnerv über den Geruchssinn beeinflussen und eine entspannende, entzündungshemmende Wirkung entfalten – eine Unterstützung für die sogenannte „cholinerg-antiinflammatorische Reflexachse“ (Breit et al., 2018).
🕊️ Stille & Achtsamkeit
Regelmäßige Zeiten der Stille senken nachweislich die Cortisolwerte und fördern die vagale Balance – ein wichtiger Schutzfaktor gegen psychischen & körperlichen Stress (Py et al., 2020).
Die Klostermedizin war schon Vagus-Experte, lange bevor es den Begriff gab!
Was heute als „Vagustherapie“ neu vermarktet wird, war früher ganz selbstverständlich:
Atmen. Lauschen. Beten. Riechen. Fühlen. Leben im Rhythmus der Natur.
Vielleicht sollten wir öfter mal wieder genau dort anknüpfen.
🎶 Vagustherapie in der Musik – Wenn Bach die Nerven streichelt 🎶
Johann Sebastian Bach – nicht nur musikalisches Genie, sondern auch ein unterschätzter Therapeut für unser vegetatives Nervensystem!
Studien zeigen: Klassische Musik, insbesondere von Bach, wirkt direkt auf das autonome Nervensystem. Sie kann die Herzfrequenz senken, den Blutdruck regulieren und die vagale Aktivität positiv beeinflussen – ein natürlicher Weg zu mehr innerer Ruhe & besserer Stressresilienz (Trappe, 2014).
👉 Wie wirkt Bach auf den Vagusnerv?
- Rhythmische Ordnung & melodische Klarheit seiner Werke fördern die Parasympathikus-Aktivität.
- Seine Passionen und Kantaten regen emotionale Zentren im Gehirn an, die stark mit vagalen Prozessen verknüpft sind (Bonetti et al., 2020).
- Sogar Tiere zeigen messbare Veränderungen im Herz-Kreislauf-System, wenn sie Bachs Musik hören – das spricht für eine direkte vegetative Wirkung (Trappe, 2014).
🧘♀️ Bach als musikalische Meditation:
Seine polyphone Struktur lädt zur Achtsamkeit beim Hören ein, was die vagale Regulation zusätzlich fördert – vergleichbar mit Atemmeditation oder Mantra-Chanting (Damerla et al., 2018).
Wer Bach hört, gibt dem Vagusnerv Raum zum Atmen.
Also: Volume hoch, Stresslevel runter – und einfach mal vom „Thomaskantor“ massieren lassen… musikalisch natürlich.






Infos: https://zenowell.ai/?ref=DRJABS
Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM,
Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie & Biochemiker,
American College of Physicians – American Society of Internal Medicine
KZAR – Kompetenzzentrum Autonome Regulationsmedizin
©2025, Dr. HU Jabs.