Strahlen Hautzellen, Exosomen & Polynucleoide aus der DNA?
Biophotonen sind ultraschwache Lichtemissionen, die von lebenden Zellen ausgestrahlt werden.
Sie entstehen hauptsächlich durch oxidative Stoffwechselprozesse und könnten eine Rolle in der zellulären Kommunikation spielen.
🔬 Ursprung & Funktion
Die Existenz von Biophotonen wurde erstmals in den 1920er-Jahren von Alexander Gurwitsch beobachtet.
Später untersuchte Prof. Dr. Fritz-Albert Popp dieses Phänomen intensiver und schlug vor, dass Biophotonen zur Steuerung & Kommunikation zwischen Zellen beitragen könnten.
Insbesondere die DNA im Zellkern wird als Hauptquelle dieser Lichtemissionen angesehen.
🧬 Biophotonen in gesunden vs. kranken Zellen
Es wird angenommen, dass gesunde Zellen eine kohärente & strukturierte Biophotonenstrahlung aufweisen, während kranke oder gestresste Zellen eine reduzierte & chaotischere Emission zeigen.
Dies kann auf eine gestörte Zellkommunikation und -funktion hindeuten.
💡 Einflussfaktoren auf Biophotonen
Mehrere Faktoren können die Biophotonenemission beeinflussen:
- Oxidativer Stress: Erhöht die spontane Lichtemission durch freie Radikale.
- Ernährung: Antioxidantien können die Biophotonenaktivität modulieren.
- Lichttherapie: Anwendungen mit spezifischen Wellenlängen kann die Biophotonenemission beeinflussen.
🌟 Lichttherapie in der dermatologischen Ästhetik
In der ästhetischen Dermatologie wird Lichttherapie, insbesondere mit LED-Geräten, eingesetzt, um Hautprobleme zu behandeln:
- Rotes Licht (620–700 nm): Stimuliert die Kollagenproduktion & verbessert die Hautelastizität.
- Blaues Licht (400–450 nm): Wirkt antibakteriell & hilft bei Akne-Behandlungen.
- Grünes Licht (520–550 nm): Reduziert Pigmentflecken & beruhigt die Haut.
Diese Therapien zielen darauf ab, die Zellfunktion zu optimieren & die Hautgesundheit zu fördern.
📚 Aktuelle Forschung
Eine aktuelle Studie im Journal of Physical Chemistry Letters (2025, 16, 17, 4354–4362) untersucht die Rolle von Biophotonen in zellulären Prozessen und deren Anwendungen in der Medizin.
Die Ergebnisse können neue Einblicke in die Bedeutung von Biophotonen für die Zellgesundheit liefern.
Biophotonen können eine wichtige Rolle in der Zellkommunikation & -funktion spielen.
🧬 Biophotonen, Exosomen & Zell-Zellkommunikation
Zellen kommunizieren nicht nur chemisch oder elektrisch – sondern auch über Licht.
Und ein besonders spannender neuer Akteur in diesem System sind Exosomen: winzige Vesikel, die Zellen als molekulare Botenstoffe ausschütten.
Neuere experimentelle Ansätze deuten darauf hin, dass Exosomen Biophotonen transportieren oder emittieren können, wenn sie aus dem Zellinneren in die extrazelluläre Matrix entlassen werden.
- Diese Biophotonen können eine nicht-chemische, quantenbiologische Informationsübertragung zwischen Zellen ermöglichen.
- Besonders in schnellen oder synchronisierten Zellprozessen (z. B. bei Wundheilung, Immunantwort oder embryonaler Entwicklung) wird diskutiert, ob Biophotonen eine zusätzliche Koordinationsebene darstellen.
- Exosomen aus gesunden Zellen (z.B. Colostrum-Exosomen) zeigen dabei strukturiertere Photonen-Emissionen als jene aus gestressten oder prozessierten Zellen – ein potenzieller diagnostischer Marker für Zellgesundheit.
Diese Verbindung zwischen Biophotonen, Exosomen & Zellkommunikation stellt ein neues, faszinierendes Forschungsfeld dar, das klassische biochemische Modelle erweitern kann.
Sie unterstreicht, dass Licht ein aktiver Bestandteil biologischer Informationssysteme ist – nicht nur passiv, sondern sendend & empfangend.
Während ihre genaue Bedeutung noch erforscht wird, zeigen Anwendungen wie die Lichttherapie vielversprechende Ergebnisse in der dermatologischen Praxis.





Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM,
Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie & Biochemiker,
American College of Physicians – American Society of Internal Medicine
KZAR – Kompetenzzentrum Autonome Regulationsmedizin
©2025, Dr. HU Jabs.