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Ist deine Haut sauer auf dich? – Vielleicht hast du sie gequält!

Ein Weckruf für alle, die glauben, dass schöne Haut durch Säure entsteht.

Chemische Peelings & Fruchtsäuren boomen. Auf jeder zweiten Kosmetikverpackung prangen Begriffe wie „AHA“, „BHA“, „Peel“, „Glow“ oder „erneuert die Hautstruktur“.
Doch was viele vergessen: Diese Säuren ätzen. Sie lösen nicht nur tote Hautzellen – sie verletzen aktiv deine Hautbarriere.

Säurepeelings sind keine Wellness. Sie sind gezielte Mikroverletzungen, die dein Körper mühsam reparieren muss. Dabei entstehen:

  • Entzündungen,
  • vermehrte Lichtempfindlichkeit,
  • mögliche Pigmentstörungen,
  • und ein geschwächter UV-Schutz.

  • Gesunde Haut liegt bei einem leicht sauren pH-Wert zwischen 4,5–5,5. Dieser „Säureschutzmantel“ schützt vor Keimen und hält die Hautflora im Gleichgewicht.

  • Bei Neurodermitis, Psoriasis oder Akne verschiebt sich dieser pH-Wert nach oben – die Haut wird alkalischer, die Barriere instabil, Entzündungen nehmen zu.

Von innen nach außen: Der pH-Weg durch die Hautschichten
Der Hautstoffwechsel verändert sich mit jeder Schicht:

  • Stratum basale (ganz unten): neutraler pH ~7,0
  • Stratum spinosum & granulosum: Übergangsbereich
  • Stratum corneum (oben): pH sinkt auf 4,5–5,5 – dort ist der Schutzmantel!

Säurepeelings greifen diesen äußeren, so wichtigen pH-Wert gezielt an – mit dem Versprechen schöner Haut“, doch zum Preis deiner Schutzbarriere.

  • Zerstörung der Lipidmatrix
  • Verlust der natürlichen Feuchthaltefaktoren
  • Erhöhte Lichtempfindlichkeit und Reparaturstress
  • Mikroentzündungen, die manchmal gar nicht heilen

    So entsteht der Teufelskreis: Immer mehr Produkte, um den Schaden auszugleichen – den man selbst verursacht hat.

Sind basische Bäder sinnvoll?
Ja – aber nicht zur täglichen Pflege
. In bestimmten Fällen (z.B. bei chronischen Hautkrankheiten oder nach übermäßiger Säurebelastung) können basische Anwendungen helfen, die Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Doch dauerhaft sollte die Haut ihren natürlichen, leicht sauren Zustand behalten.

  • Sanfte Reinigung, keine Säureangriffe
  • Natürliche Öle statt aggressiver Chemie
  • Zeit zur Regeneration
  • UV-Schutz – denn nach einem Säurepeeling ist der körpereigene Lichtschutz gestört!

Schützt sie vor Ärzt:innen & Kosmetiker:innen, die sie mit „Glow-Peels“ & Säure-Serien quälen!

Bevor du zur nächsten Fruchtsäure greifst, frag deine Haut: Bist du eigentlich sauer auf mich?

Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM,
Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie & Biochemiker,
American College of Physicians – American Society of Internal Medicine
KZAR – Kompetenzzentrum Autonome Regulationsmedizin
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