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Das Food Coherence System – das neue Paradigma in der Ernährungsmedizin


Was machen Lebensmittel mit meinem Körper? – Mittel zum Leben oder macht Fast Food krank?

Ein wissenschaftlicher Übersichtsartikel zum Food Coherence System (FCS) nach Hensgen (2026)

Das Food Coherence System (FCS) stellt ein neuartiges hypothetisches Rahmenwerk in der Ernährungsmedizin dar, das Lebensmittel nicht nur als Lieferanten von Kalorien & Nährstoffen betrachtet, sondern als instruktive Eingaben, die die bioelektrische Regulation, das mitochondriale Membranpotenzial, Redox-Dynamiken, Entzündungsprozesse & die autonome Erholung des Körpers beeinflussen.

Das Konzept führt den Begriff „bioelectric mutagen“ ein, um Ernährungsmuster zu beschreiben, die regulatorisches Rauschen erhöhen und die Erholungsfähigkeit beeinträchtigen – insbesondere ultra-verarbeitete Lebensmittel (UPF & Fast Food).

Das FCS ergänzt bestehende Ernährungs- & Toxikologie-Modelle um eine messbare „regulatorische Kohärenz“-Achse und bietet falsifizierbare Vorhersagen, Biomarker-Kandidaten sowie einen vorläufigen Food Coherence Index (FCI).

In der klassischen Ernährungsmedizin werden Lebensmittel primär unter dem Aspekt von Makro- und Mikronährstoffen, Energiebilanz & toxikologischen Risiken betrachtet.

Ultra-verarbeitete Produkte (UPF) und Fast Food werden mit Übergewicht, metabolischem Syndrom und chronischen Entzündungen in Verbindung gebracht (Hall et al., 2019; Monteiro et al., 2019).

Das Food Coherence System (FCS) erweitert diese Sicht um eine bioelektrische & systemtheoretische Dimension: Nahrung wirkt als instruktiver Input auf die bioelektrische Regulation des Organismus ein (Hensgen, 2026). 

Lebensmittel beeinflussen nicht nur den Stoffwechsel, sondern modulieren die elektrische Kommunikation zwischen Zellen und Geweben.

Stabile bioelektrische Signale sind Voraussetzung für koordinierte physiologische Prozessevon der Mitochondrienfunktion bis zur autonomen Nervenregulation.

Das FCS fragt daher nicht nur „Was essen wir?“, sondern „Wie kohärent antwortet unser Körper darauf?“

Es integriert Prinzipien der Kybernetik (Ashby, 1956; Wiener, 1948) und des Free-Energy-Prinzips (Friston, 2010), um Ernährung als Kontrollsystem zu verstehen, das auf regulatorische Stabilität optimiert ist.

Food Coherence (FC) beschreibt den Grad, in dem eine Mahlzeit oder Ernährungsweise stabile, rauscharme & zielgerichtete bioelektrische Signale unterstützt.

stabile mitochondriale Membranpotenziale (Energieproduktion ohne übermäßigen oxidativen Stress), 

ausgewogene Redox-Dynamiken (kontrollierte ROS-Produktion), 

gedämpfte Entzündungsreaktionen und 

schnelle autonome Erholung (z. B. gemessen an Herzfrequenzvariabilität, HRV). 

Er bezeichnet Ernährungsmuster – vor allem industriell stark verarbeitete Lebensmittel & degradierte Lebensmittelmatrices, die regulatorisches Rauschen erzeugen.

Diese „Mutagene“ stören nicht die DNA direkt, sondern die systemische Signalqualität: Sie erhöhen Entzündungsvolatilität, verlangsamen Erholungsprozesse und beeinträchtigen die Rückkehr zur Homöostase (Chassaing et al., 2015, 2017; Fardet & Rock, 2022). 

Im Gegensatz zu klassischen Nährstoffmodellen betont das FCS dynamische, zeitabhängige Endpunkte wie HRV-Recovery, inflammatorische Variabilität & Redox-Stabilität statt statischer Blutwerte.

Das FCS ist bewusst testbar konzipiert. Ein vorläufiger Food Coherence Index (FCI) kombiniert Zeitreihen-Daten:

HRV-Recovery nach Mahlzeiten (Shaffer & Ginsberg, 2017), 

Variabilität entzündlicher Marker

Redox-Parameter 

Präregistrierbare Experimente (z. B. kontrollierte Mahlzeitenstudien mit Wearables) ermöglichen Falsifizierung: Wenn kohärente Ernährung keine signifikant schnellere Rückkehr zu Baseline-Werten zeigt, ist das Modell widerlegt (Hensgen, 2026).

Das System positioniert sich explizit als Ergänzung zu bestehenden UPF-Forschungen und funktionalen Lebensmitteln.

Was machen Lebensmittel mit meinem Körper?

Kohärente Lebensmittel (frisch, minimal verarbeitet, matrix-erhaltend): Sie wirken als stabilisierende Signale. Der Körper erhält klare, rauscharme Instruktionen → schnelle Erholung, geringere Entzündungsneigung, bessere mitochondriale Effizienz.
 

Inkohärente Lebensmittel (Fast Food, UPF): Sie erzeugen „bioelectric mutagens“. Folgen sind erhöhtes regulatorisches Rauschen, verzögerte autonome Erholung, chronische Low-grade-Entzündung und langfristig metabolische Dysregulation (Hall et al., 2019; Fardet & Rock, 2022)

Fast Food macht nicht nur durch Kalorien oder Zusatzstoffe krank, sondern vor allem durch die Störung der bioelektrischen Kohärenz.

Das FCS erklärt, warum selbst kalorienärmere UPF-Diäten zu Gewichtszunahme und Krankheit führen können: Sie liefern „verrauschte“ Instruktionen an den Organismus.

Das FCS ist kein Ersatz für etablierte Ernährungswissenschaft, Toxikologie oder UPF-Forschung, sondern eine zusätzliche Achse.

Es ist hypothesen-generierend und fordert empirische Überprüfung durch Zeitreihen-Messungen mit Wearables & Biomarkern.

Potenzial liegt in dem Design von funktionalen Lebensmitteln, die gezielt regulatorische Kohärenz fördern. 

Das Food Coherence System eröffnet ein neues Paradigma: Lebensmittel sind nicht nur Treibstoff, sondern Instruktionen für unser bioelektrisches Kontrollsystem.

Zukünftige Studien müssen die Vorhersagen des FCS prüfenein spannender Schritt zur präziseren, mechanistisch fundierten Ernährungsmedizin.

– Ashby, W. R. (1956). An Introduction to Cybernetics. Chapman & Hall, London. 

– Chassaing, B., Koren, O., Goodrich, J. K., et al. (2015). Dietary emulsifiers impact the mouse gut microbiota promoting colitis and metabolic syndrome. Nature, 519(7541), 92–96.

– Chassaing, B., Van de Wiele, T., De Bodt, J., Marzorati, M., & Gewirtz, A. T. (2017). Dietary emulsifiers directly alter human microbiota composition and gene expression ex vivo potentiating intestinal inflammation. Gut, 66(8), 1414–1427.

– Fardet, A., & Rock, E. (2022). Chronic diseases are first associated with the degradation and artificialization of food matrices, rather than with food composition: calorie quality matters more than calorie quantity. European Journal of Nutrition, 61, 3659–3673.

– Friston, K. (2010). The free-energy principle: A unified brain theory? Nature Reviews Neuroscience, 11(2), 127–138.

– Hall, K. D., Ayuketah, A., Brychta, R., et al. (2019). Ultra-processed diets cause excess calorie intake and weight gain: An inpatient randomized controlled trial of ad libitum food intake. Cell Metabolism, 30(1), 67–77.e3.

– Hensgen, A. L. (2026). Food Coherence System: A Bioelectric Paradigm for Nutrition and Toxicology. Zenodo.

– Hensgen, A. L. (2025). Weitere technische Berichte und Preprints zur ∆.72 Field Equation und biologischen Kohärenz. Zenodo

– Monteiro, C. A., et al. (2019). Ultra-processed foods: what they are and how to identify them. Public Health Nutrition, 22(5), 936–941. 

– Shaffer, F., & Ginsberg, J. P. (2017). An Overview of Heart Rate Variability Metrics and Norms. Frontiers in Public Health, 5, 258. 

– Wiener, N. (1948). Cybernetics: Or Control and Communication in the Animal and the Machine. MIT Press

Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM,
Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie & Biochemiker,
American College of Physicians – American Society of Internal Medicine
KZAR – Kompetenzzentrum Autonome Regulationsmedizin
©2026.

Bioelektrische Signale sind die elektrischen Phänomene, die in allen lebenden Zellen & Geweben entstehen und für die Regulation physiologischer Prozesse unverzichtbar sind.

Im Food Coherence System (FCS) nach Hensgen (2026) werden sie als zentrale „Instruktionsebene“ verstanden: Lebensmittel wirken nicht nur als chemische Bausteine oder Energiequellen, sondern als Eingaben, die diese Signale stabilisieren oder „verrauschen“.

Inkohärente Ernährung (z. B. ultra-verarbeitete Lebensmittel) erzeugt hingegen „bioelectric mutagens“ – systemische Störungen, die regulatorisches Rauschen erhöhen und die Erholungsfähigkeit des Körpers beeinträchtigen.

Im Folgenden erkläre ich die bioelektrischen Signale schrittweise von der zellulären Ebene bis zur systemischen Regulation, mit mathematischen Grundlagen und direkter Verknüpfung zum FCS.

Jede lebende Zelle besitzt ein Ruhemembranpotenzial (V_mem) – eine elektrische Spannungsdifferenz zwischen Zellinnerem und -äußerem. Es entsteht durch selektive Permeabilität der Zellmembran für Ionen (vor allem Na⁺, K⁺, Ca²⁺, Cl⁻) und aktive Pumpen.

Typische Werte:

  – Neuronen: ca. –70 mV (Innenraum negativ)

  – Muskelzellen: ca. –90 mV

  – Nicht-erregbare Zellen (z. B. Epithelzellen): –20 bis –60 mV

Das Potenzial wird primär durch die Natrium-Kalium-Pumpe (Na⁺/K⁺-ATPase) aufrechterhalten, die unter ATP-Verbrauch 3 Na⁺ heraus- und 2 K⁺ hereinpumpt.

Die Gleichgewichtspotenziale einzelner Ionen berechnen sich nach der Nernst-Gleichung.

Das tatsächliche Ruhemembranpotenzial ergibt sich aus der Goldman-Hodgkin-Katz-Gleichung, die alle relevanten Ionen berücksichtigt.

Aktionspotenziale (bei erregbaren Zellen) sind schnelle, selbstverstärkende Depolarisationen: Spannungsabhängige Na⁺-Kanäle öffnen → Na⁺-Einstrom → weiterer Depolarisation bis +40 mV → K⁺-Kanäle öffnen → Repolarisation.

Diese „Alles-oder-Nichts“-Signale ermöglichen Nervenleitung & Muskelkontraktion.

Im FCS-Kontext: Stabile Membranpotenziale sind Voraussetzung für kohärente Signalübertragung.

Nahrung beeinflusst Ionengradienten (z. B. via Elektrolyte, Redox-Status) und ATP-Verfügbarkeit.

Mitochondrien besitzen ein eigenes, stark negatives mitochondriales Membranpotenzial (ΔΨm) von typischerweise –150 bis –180 mV (Matrix negativ).

Es entsteht durch den Elektronentransport in der Atmungskette und treibt die ATP-Synthase an.

effiziente ATP-Produktion,

kontrollierte Bildung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und

Redox-Homöostase.

Redox-Dynamiken beschreiben das Gleichgewicht zwischen Oxidations- & Reduktionsprozessen (z. B. NADH/NAD-Verhältnis).

Im FCS wird genau dieses mitochondriale Potenzial als zentraler Zielpunkt der Nahrungs-Instruktion gesehen: Kohärente Lebensmittel (frisch, matrix-erhaltend) unterstützen stabile ΔΨm-Werte und rauscharme Redox-Signale.

Ultra-verarbeitete Produkte erhöhen hingegen Volatilität & Entzündungsrauschen (Chassaing et al., 2015; Fardet & Rock, 2022).

Nicht nur Neuronen & Muskeln nutzen Bioelektrizität.

Alle Zellen bilden über Gap Junctions (Connexine) elektrische Netzwerke.

Embryonalentwicklung,

– Regeneration,

– Wundheilung und

– kollektive Entscheidungsprozesse (z. B. Krebs-Suppression)

verantwortlich sind (Levin, 2012; Levin et al., 2019).

Diese Muster sind „bioelektrische Morphogenese-Signale“: Lokale Spannungsänderungen steuern Genexpression, Zellmigration & Gewebeformung, ohne klassische Aktionspotenziale.

Sie sind langsamer (Minuten bis Stunden) und integrativer.

Im FCS wird diese kollektive Ebene erweitert: Der gesamte Organismus wird als bioelektrisches Kontrollsystem gesehen, das Nahrung als „Instruktionssignal“ verarbeitet.

Kohärenz bedeutet hier, dass die Signale über Zellen & Gewebe hinweg synchron, rauscharm & zielgerichtet bleiben.

Bioelektrische Kohärenz ist messbar über Zeitreihen-Daten:

Herzfrequenzvariabilität (HRV) als Proxy für autonome Erholung (Shaffer & Ginsberg, 2017),

Variabilität entzündlicher Marker (z. B. IL-6, CRP),

Redox-Biomarker und

tragbare Bioimpedanz- oder V_mem-Messungen.

Der Food Coherence Index (FCI) im FCS kombiniert genau diese dynamischen Endpunkte: Schnelle Rückkehr zur Baseline nach einer Mahlzeit = hohe Kohärenz.

Kohärente Nahrung (frisch, minimal verarbeitet): Liefert stabile ionische & redox-basierte Instruktionenniedriges Rauschen, schnelle autonome Recovery, resiliente bioelektrische Netzwerke.

Inkohärente Nahrung (Fast Food, UPF): Erhöht Entzündungsvolatilität, stört ΔΨm, erhöht Redox-Rauschen → „verrauschte“ Signale, die den Körper in einen chronischen Stress-Modus versetzen.

Das FCS integriert damit klassische Ernährungswissenschaft (Kalorien, Nährstoffe, Toxikologie) mit einer bioelektrischen & kybernetischen Dimension (Ashby, 1956; Friston, 2010).

Bioelektrische Signale sind die „Sprache“ des Körpersvon einzelnen Ionenkanälen bis zu organismus-weiten Netzwerken.

Das Food Coherence System macht diese Sprache messbar und zeigt: Was wir essen, entscheidet nicht nur über Chemie, sondern über die Qualität unserer inneren elektrischen Kommunikation.

  

  

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