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Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) als Ursache von autonomen Regulationsstörungen

Schumann-3D-Systeme & Spiraldynamik in der Zahnheilkunde

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet eine Störung des Kiefergelenks und der umliegenden Muskulatur, die nicht nur lokale Beschwerden verursacht, sondern auch weitreichende Auswirkungen auf das autonome Nervensystem haben kann. Das Zusammenspiel von CMD, dem Nervus trigeminus und dem Nervus vagus, sowie deren Auswirkungen auf die autonome Regulation, Immunfunktionen und das Herz-Kreislaufsystem, wird zunehmend erforscht.

Nervus Trigeminus und autonome Dysfunktionen
Der Nervus trigeminus, der fünfte Hirnnerv, spielt eine zentrale Rolle in der Vermittlung sensorischer Informationen aus dem Gesichtsbereich. Studien zeigen, dass eine Dysfunktion des trigeminalen Systems bei Patienten mit CMD zu Fehlregulationen des autonomen Nervensystems führen kann. Insbesondere die Verbindung des Nervus trigeminus zum Hirnstamm und zum sympathischen Nervensystem kann autonomische Störungen wie Herzfrequenzvariationen und Bluthochdruck hervorrufen (Bereiter et al., 2008).

Nervus Vagus und Herz-Kreislauferkrankungen
Der Nervus vagus, der zehnte Hirnnerv, ist verantwortlich für die Regulation vieler autonomer Funktionen, darunter die Herzfrequenz und die Verdauung. Eine Dysfunktion dieses Nervs, oft ausgelöst durch CMD, kann zu Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinsuffizienz und Arrhythmien führen. Vagusnerv-Stimulation hat gezeigt, dass sie bei der Regulierung des autonomen Nervensystems hilft und positive Auswirkungen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben kann (Premchand et al., 2014).

CMD und Wirbelsäulenbeschwerden
Die strukturelle Verbindung zwischen der Kiefermuskulatur und der Halswirbelsäule führt dazu, dass CMD auch Rückenprobleme verursachen kann. Eine Fehlstellung des Kiefergelenks kann Spannungen in der Nackenmuskulatur und der oberen Wirbelsäule auslösen, was zu chronischen Rücken- und Nackenschmerzen führt. Dieser Mechanismus ist besonders häufig bei Patienten mit CMD und wurde in mehreren klinischen Studien dokumentiert (Vadokas & Lotzmann, 2006).

Immunstörungen und autonome Dysregulation
Ein Ungleichgewicht im autonomen Nervensystem, das durch CMD verursacht wird, kann auch das Immunsystem beeinflussen. Der Nervus vagus spielt eine wichtige Rolle in der Regulierung entzündlicher Prozesse, insbesondere aus dem Zahnbereich. Eine Dysfunktion dieses Nervs kann zu einer erhöhten Produktion von entzündlichen Zytokinen führen, was das Risiko für autoimmune Erkrankungen erhöht (Koopman et al., 2017).

 RANTES (= Regulated And Normal T cell Expressed and Secreted) ist ein Chemokin mit chemotaktischer Wirkung.
RANTES wird von zytotoxischen T-Lymphozyten (CD28+/ CD8+) sowie neutrophilen und eosinophilen Granulozyten produziert und nach Aktivierung sezerniert. Die Studien von Dr. Johann Lechner (München) wiesen auf eine unmittelbare Bedeutung von RANTES bei Patienten mit Kieferosteonekrose (NICO) hin. Man konnte nachweisen, dass in dem fettig-osteolytischen Operationsgewebe bei NICO („Neuralgie auslösende Kavitationen verursachende Kieferosteonekrose), lokale RANTES-Spiegel messbar waren. Dagegen waren die Markerzytokine einer akuten Entzündung wie IL-1β oder IL-6 in dem Operationsgewebe kaum messbar.

Schumann-3D-Systeme in der Zahnmedizin
Die Schumann-Resonanzfrequenzen, die von Schumann-3D-Systemen erzeugt werden, werden in der Zahnmedizin eingesetzt, um das Gleichgewicht des autonomen Nervensystems zu unterstützen und CMD-bedingte Symptome zu lindern. Diese Systeme arbeiten mit elektromagnetischen Feldern, die den natürlichen Schwingungen des Körpers nachempfunden sind, um die Zellregeneration und die Heilung zu fördern.

Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) und Spiraldynamik
Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist ein weitverbreitetes Krankheitsbild, das oft mit Schmerzen im Kiefergelenk, Kopfschmerzen, sowie muskulären und neuralen Beschwerden verbunden ist. In den letzten Jahren wird zunehmend die Bedeutung von Bewegungsmustern wie der Spiraldynamik in der Behandlung von CMD untersucht. Spiraldynamik stellt ein anatomisch-funktionelles Bewegungskonzept dar, das auf natürlichen spiraligen Bewegungsmustern des Körpers basiert.

CMD und Spiraldynamik
Spiraldynamik kann CMD-Patienten helfen, muskuläre Dysbalancen zu beheben, die zu Funktionsstörungen der Kiefergelenke führen. Die Kiefermuskulatur steht in enger Verbindung mit der Halswirbelsäule und dem gesamten Bewegungsapparat, was die Notwendigkeit betont, diese Dysbalancen ganzheitlich zu betrachten. Durch das Training spiraliger Bewegungsmuster können muskuläre Fehlspannungen reduziert und eine symmetrische Belastung des Kiefergelenks gefördert werden. Es gibt erste Hinweise, dass das Einbeziehen der Spiraldynamik in die Therapie von CMD eine signifikante Reduktion der Schmerzen und der muskulären Spannungen bewirken kann (Dibbets & van der Weele, 1991).

Integration der Spiraldynamik in die CMD-Therapie
Die Spiraldynamik zielt darauf ab, fehlerhafte Haltungs- und Bewegungsmuster zu korrigieren. Gerade bei CMD-Patienten, deren muskuläre und skelettale Strukturen aufgrund von Kieferfehlstellungen oder -spannungen beeinträchtigt sind, kann diese Methode zur Verbesserung der Funktionalität beitragen. Studien deuten darauf hin, dass gezieltes Körpertraining, das die Spiralbewegung integriert, die muskuläre Koordination verbessert und langfristig Beschwerden lindert (Vanderas, 1995).

Fazit
CMD hat weitreichende Auswirkungen auf das autonome Nervensystem, die Immunfunktionen sowie Herz-Kreislauf- und Wirbelsäulenbeschwerden. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung, ergänzt durch innovative Ansätze wie Schumann-3D-Systeme, können dazu beitragen, diese multifaktoriellen Störungen zu mildern.

Spiraldynamik bietet einen vielversprechenden Ansatz zur ganzheitlichen Behandlung von CMD. Die natürliche, spiralige Bewegungsform kann muskuläre Dysbalancen ausgleichen und die Funktion des Kiefergelenks unterstützen, was zu einer deutlichen Linderung von Schmerzen und einer Verbesserung der Beweglichkeit führen kann.

Literaturverzeichnis
Bereiter, D., Hargreaves, K., & Hu, J. (2008). Trigeminal Mechanisms of Nociception: Peripheral and Brainstem Organization, 5, 435-460. https://doi.org/10.1016/B978-012370880-9.00174-2.

Premchand, R., Sharma, K., Mittal, S., Monteiro, R., Dixit, S., Libbus, I., DiCarlo, L., Ardell, J., Rector, T., Amurthur, B., KenKnight, B., & Anand, I. (2014). Autonomic regulation therapy via left or right cervical vagus nerve stimulation in patients with chronic heart failure: results of the ANTHEM-HF trial. Journal of cardiac failure, 20 11, 808-16 . https://doi.org/10.1016/j.cardfail.2014.08.009.

 Vadokas, V., & Lotzmann, K. (2006). Funktionelle Störungen des kraniomandibulären Systems und der Halswirbelsäule als differentialdiagnostisches Problem der idiopathischen Trigeminusneuralgie. Der Schmerz, 9, 29-33. https://doi.org/10.1007/BF02530382.

Koopman, F., Maanen, M., Vervoordeldonk, M., & Tak, P. (2017). Balancing the autonomic nervous system to reduce inflammation in rheumatoid arthritis. Journal of Internal Medicine, 282, 64 – 75. https://doi.org/10.1111/joim.12626.

Dibbets, J., & Weele, L. (1991). Extraction, orthodontic treatment, and craniomandibular dysfunction. American journal of orthodontics and dentofacial orthopedics: official publication of the American Association of Orthodontists, its constituent societies, and the American Board of Orthodontics, 99 3, 210-9 . https://doi.org/10.1016/0889-5406(91)70003-F.

 Vanderas, A. (1995). Relationship between craniomandibular dysfunction and oral parafunctions in Caucasian children with and without unpleasant life events. Journal of oral rehabilitation, 22 4, 289-94. https://doi.org/10.1111/J.1365-2842.1995.TB00088.X.

Lechner, J.  (2011). Neuralgie induzierende Hohlraumbildende Osteonekrosen (NICO) – Immunmediatoren und Systementgleisungen, UMG 2/2011.

Lechner J, Mayer W. Immune messengers in Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis (NICO) in jaw bone and systemic interference. Eur J Integr Med 2010; 2: 71-77.

Dr. Hans-Ulrich Jabs, MD, PhD, MACP-ASIM
Facharzt Innere Medizin, Geriater & Biochemiker
Member American College of Physicians & American Society of Internal Medicine
International Medical Advisor, Landsberg Academy, Malta
©2024, Dr. Jabs

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