Aesthetic Medicine


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Anti-Aging-Behandlungen – gibt es sie auch noch ohne Geräte?

veröffentlicht in Kosmetik & Pflege 2017 (1), 22-23

Der Einsatz von Gerätschaften im Institut ist längst keine Seltenheit mehr; vor allem, wenn es um die Behandlung von Alterserscheinungen der Haut geht.

Oft sind es auch die Kunden, die sich sichtbare Resultate wünschen und deswegen Anwendungen mit technischer Unterstützung buchen.

Nur in den seltensten Fällen werden Geräte ohne Präparate eingesetzt. Zu den Ausnahmen gehören physikalisch-physiologische Behandlungen wie zum Beispiel der Ultraschall und die Infrarotlampe, wenn sie die Mikrozirkulation und den Stoffwechsel in der Epidermis anregen sollen.

Needling-Verfahren und Mikrodermabrasion benötigen Pflegeprodukte für die Vor- und Nachbehandlung. In der Regel geht es bei dem Einsatz von Geräten um die Penetrationsverstärkung und die Aktivierung von Wirkstoffen durch Energieeinwirkung sowie um die schnelle Entfaltung ihrer spezifischen Eigenschaften.

Die dazu notwendigen Energien werden durch elektromagnetische Wellen wie Licht-, Infrarot-, Ultraviolett- und Radiofrequenzstrahlung inklusive gebündelter Formen wie Laser und IPL, oder alternativ durch mechanische Energien wie Ultraschall und Stoßwellen geliefert. LED- und Infrarot-Bestrahlungen zielen weniger auf eine unspezifische Erwärmung als auf die selektive Anregung biochemischer Prozesse ab.

Ohne Energie-Transfer arbeiten Mesotherapie, Medical Needling und abtragende Verfahren wie Mikrodermabrasion, Schleifen oder Mikro-Wasserstrahlen.

Penetrationsverstärkungen lassen sich jedoch auch ohne Geräte realisieren – vorausgesetzt die Wirkstoffe sind rezepturmäßig entsprechend optimiert. Bei konventionellen, nicht optimierten Präparaten wird man dagegen mit Geräten durchweg eine Beschleunigung des Wirkungseintritts erreichen.

Die Hände – die wichtigsten Gerätschaften

Mit oder ohne Gerät – Behandlungen, die nicht auf die Prävention der vorzeitigen Alterung ausgelegt sind, widersprechen dem Sinn einer Hautpflege.

Im dekorativen Bereich sind die Verhältnisse anders. Insbesondere bei Menschen, die tagtäglich öffentlich auftreten (Theater, Fernsehen, Politik) kann es durch das ständige Auftragen und Entfernen von Make- up zu Abnutzungserscheinungen und somit kontraproduktiven Effekten kommen. Ungeschminkt sieht diese Personengruppe daher häufig sichtbar gealtert aus. Umso wichtiger ist es, auch hier mit einer schnell penetrierenden Grundpflege zu arbeiten. Geräte sind dabei für den täglichen Routineeinsatz weniger geeignet.

Der Kosmetikerin stehen nach wie vor alle Techniken zur Verfügung, die sie in der Ausbildung gelernt hat. Zusammen mit modernen Präparaten, die schützende, regenerierende und aufbauende Wirkstoffe enthalten, sowie Cosmeceuticals mit hoher Verfügbarkeit durch Carriersysteme (Liposomen- und Nanotechnik) werden mittel- und langfristig die gleichen Erfolge erzielt wie mit Geräten.

Werbetechnisch können Geräte die Akquisition von Kunden erleichtern. Man sollte diesbezüglich aber nicht vergessen, dass die Hände das wichtigste Gerät sind. Und nicht nur das: die Hände drücken eine ganz individuelle und persönliche Kompetenz aus, die man mit Geräten nicht erreichen kann. Geräte machen abhängig von einem Hersteller – gegebenenfalls auch von seinen Präparaten. Wenn die Konkurrenz von nebenan nachgerüstet hat, entfällt der USP (Unique Selling Point) sehr schnell.

Darüber sollten sich insbesondere kleinere Institute im Klaren sein, bevor sie viel Geld ausgeben für Geräte, die kurze Zeit später im Sonderangebot aus Fernost erhältlich sind oder von anderen, neuen Techniken abgelöst werden. Die Innovationszyklen werden erfahrungsgemäß immer kürzer.

Intelligente Masken, Packungen, Massagen, ausgefeilte manuelle Techniken und kreative Behandlungsabläufe werden da- gegen immer gefragt sein und nie ihre Aktualität verlieren.

Die Hautanalyse bestimmt die Behandlung

Was unterscheidet Anti-Aging von normaler Hautpflege? Nichts, denn zur Hautpflege im Institut gehören Sonderbehandlungen, die sich aus der kompetenten Hautanalyse-Routine ergeben, zum Beispiel bei erkennbaren Neigungen zu Barriere-, Verhornungs-, Bindegewebs-, Gefäß-, Pigmentstörungen oder Lichtschäden. Aus Hormonveränderungen, Arzneimittel-Nebenwirkungen und nicht zuletzt kontraproduktiven Ernährungsgewohnheiten und sportlicher Abstinenz resultieren gezielte Behandlungen mit entsprechenden Wirkstoffen und Behandlungsabläufen. Sie haben naturgemäß ihren Preis.

Heimpflege und Institutsbehandlungen müssen gut aufeinander abgestimmt und die eingesetzten Mittel nachhaltig sein. Eine gute Basis ist die Kligman’sche Korneotherapie, die ohne Geräte klinisch signifikante Ergebnisse liefert.

Bei der Suche nach Wirkstoffen können Cosmeceuticals eine Orientierungshilfe sein. Allerdings ist nicht jedes potente Antioxidans ein Cosmeceutical geschweige denn ein Anti-Aging-Wirkstoff. Persönliches Know-How ist ein wichtiger Faktor für die Auswahl und den Erfolg. Langjährige Erfahrung und das Recherchieren in unabhängigen, seriösen Quellen sind dabei hilfreich. Und: Bei allem High-Tech darf das Wohlbefinden während der Behandlung nicht zu kurz kommen.

Praktisch alle Studien über Anti-Aging-Wirkungen mit Geräten umfassen kurze Zeiträume. Langzeitbeobachtungen sind Mangelware. Kontrovers wird die Radikalbildung durch elektromagnetische Wellen beurteilt. Was für die einen als schädlich gilt, ist für die anderen der Auslöser von Reparatur- und Schutzprozessen. Geräte bergen die Gefahr, dass der Energieeintrag falsch dosiert wird. Die Folge sind Nebenwirkungen wie Überhitzung und Gewebeschäden sowie entsprechende Haftungsrisiken. Ähnliche Problematiken treten aber auch ohne Geräte auf, wie z. B. bei Fruchtsäurebehandlungen, die bei langjähriger Anwendung Rosacea und periorale Dermatitis fördern.

Dr. Hans Lautenschläger

Kosmetik Konzept KOKO GmbH & Co.KG • D-42799 Leichlingen • Moltkestr. 25 • http://www.dermaviduals.com


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Das Mikrobiom des Menschen – essentiell für Gesundheit und Schönheit

Das Mikrobiom des Menschen ist essentiell für Gesundheit und Wohlbefinden. Störungen durch Konservierungsmittel in Kosmetika und Geräte, die die Hautbarriere schädigen, sind Ursache für chronische Hauterkrankungen.
‚Cutaneous microbiome composition in neonatal life is crucial in shaping adaptive immune responses to skin surface microbiome, and disrupting these interactions by frequent bathing might have enduring health implication.

As infants contact environmental microbiota and as different areas of the skin develop distinct moisture, temperature, and glandular characteristics, individual skin habitats arise with divergent, increasingly diverse microbiota. 
These habitats then continue to transform with puberty, aging, and environmental exposures. The skin is a site of constant dialog between the immune system and skin surface flora (microbiome).‘ Florence Barrett-Hill!


http://www.drjabs.org/


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„Kuhmilch ist kein Nahrungsmittel für Menschen“ und verursacht Akne und Pickel!

Tierische Milch ist verantwortlich für Hauterkrankungen wie Akne und Neurodermitis. Durch Wachstumsfaktoren in der Milch werden nicht nur Diabetes, Übergewicht und Krebs verursacht, sondern auch über Irritationen des Insulinrezeptors und durch epigenetische Faktoren schädliche Stoffwechselsignale ausgesendet.

Dermatologie & Kosmetologie entwickeln zwar für entzündliche Hauterkrankungen wirksame topische Präparate, wenn aber nicht eine deutliche Lebensstiländerung hinzukommt, ist mit einer Eindämmung dieser Volksseuchen nicht zu rechnen.

Pizza, Pasta und Milchschnitte passen nicht zum Aknegesicht! 

Mit Prof. Dr. med. Bodo Melnik habe ich in den 1990er im Institut für Arterioskleroseforschung der Universität Münster in einem Labor an der Erforschung des Fettstoffwechsels gearbeitet. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass der Cholesterinspiegel nur gering von einer cholesterinreichen Nahrungsaufnahme abhängig ist.

Die Wachstumsfaktoren und (epi-)genetischen Signalstoffe in der Milch beeinflussen dagegen wesentlich mehr unseren Stoffwechsel als tierische Fette, denn diese Faktoren greifen in unser Erbgut ein und sind DIE Ursache für Krankheit und vorzeitiges Altern.

Anti-Aging = weitestgehender Verzicht auf Kuhmilch!

„Milch ist grundsätzlich gefährlich. Milch ist ein Starter-Kit des Wachstums. Die Aufgabe der Milch ist es, das Wachstum von Säugetieren in den ersten Monaten zu pushen. Das ist praktisch ein Dopingsystem der Natur. Das Problem ist, dass das Signal der Kuhmilch beim Menschen falsch ankommt, weil es nicht in der richtigen Signalstärke gesendet wird. Beim Menschen führt Kuhmilch zur vorzeitigen Alterung und zu Zivilisationskrankheiten. Jede Tiermilch überträgt grundsätzlich zwei Signalsysteme, zum einen hohe Mengen wachstumsstimulierender Aminosäuren, zum anderen genregulierendes Material, sogenannte kleinste Ribonukleinsäuren (MikroRNS), die zu Millionen in Gestalt virusähnlicher Partikel in der Milch vorkommen. Besorgniserregend ist vor allem, dass die Milch auch die krebserzeugende MikroRNS-21 enthält, die auch von bösartigen Tumoren gebildet wird. –

Tag der Milch: „Kuhmilch ist kein Nahrungsmittel für den Menschen!“

„Der Mensch hat die geringste Eiweißmenge in seiner Milch; nur etwa ein Gramm auf hundert Milliliter. Nach etwa einem halben Jahr verdoppelt das Baby sein Gewicht. Zum Vergleich: Die Kuhmilch enthält eine Eiweißmenge von etwa 3,5 Gramm auf hundert Milliliter. Kälber verdoppeln nach 40 Tagen ihr Geburtsgewicht. Die Wachstumsgeschwindigkeit eines Säugetiers hängt von der Eiweißmenge der Milch ab. Die Kuhmilch sendet wachstumsbeschleunigende Signale an den Menschen, aber in der falschen Stärke. Die Signale fördern unter anderem Wachstum von Krebs. Und wenn Herr Rechkemmer zugibt, dass es eine Verbindung zum Prostatakrebs gibt, dann gibt er zu, dass die häufigste Krebsart des Mannes mit dem Milchkonsum in Verbindung steht. Und das ist ein Riesenskandal. Wir müssen den Menschen klar machen, dass sie, wenn sie Milch trinken, ein genregulatorisches System einer anderen Art zu sich nehmen. – Tag der Milch: „Kuhmilch ist kein Nahrungsmittel für den Menschen!“

http://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/580629/kuhmilch-ist-kein-nahrungsmittel-fur-den-menschen#gallery&0&0&580629


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Neurodermitis – Missing link zwischen Gehirn, Immunsystem und der Haut gefunden!

Wissenschaftler an der Universität of Virginia School of Medicine haben entdeckt, dass das Gehirn mit dem Immunsystem durch bisher unbekannte Gefäße verbunden ist. Diese Gefäße waren trotz bisheriger intensiver Erforschung des Lymphsystems nicht entdeckt worden. Jonathan Kipnis, PhD, Professor im Department of Neuroscience und Direktor des Center for Brain Immunology and Glia der Universität of Virginia entdeckte diesen unbekannten Weg einer Interaktion von Gehirn und Immunsystem durch eine neuartige Präparationsmethode von Gehirnhäuten. Die Lehrbücher der Neurologie und Pathologie müssen neu geschrieben werden.

Diese Entdeckung hat nicht nur enorme Bedeutung für das Verständnis von neurologischen Erkrankungen wie Autismus, Alzheimer Erkrankung und Multipler Sklerose, sondern auch für die Dermatologie!

Schon der Name „Neurodermitis“ (Atopische Dermatitis) suggeriert eine Verbindung zwischen dem Zentralnervensystem (Neuro-) und der Haut (-dermitis). Aber die Pathophysiologie ist bis heute trotz intensiver dermatologischer Forschung noch immer mit einem esoterischen Schleier umgeben. Es werden Ernährungsfehler („Milchschorf“), psychische Störungen, Umwelteinflüsse, Astrologie und andere Ursachen in der Laienpresse kolportiert mit entsprechenden Therapieempfehlungen. Gefährlich wird es, wenn Kindern mit Neurodermitis rigide Auslass-Diäten empfohlen werden, die mittelfristig zu Mangelzuständen und zu ernsthaften Erkrankungen führen können.

Durch diese bahnbrechende Entdeckung von Lymphgefäßen zwischen Gehirn und Immunsystem kann die Pathogenese der Atopischen Dermatitis auf einer rationalen Ebene neu bewertet werden.

Die Neuro-Psycho-Immunologie hat einen weiteren krankheitsunterstützenden Mechanismus bei der Neurodermitis beschrieben: Durch physischen und psychischen Stress kommt es zu einer permanent erhöhten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol aus der Nebenniere. Cortisol (Kortison) reduziert nicht nur die Aktivität des Immunsystems, sondern hemmt wichtige Enzyme in der Haut, die für die Synthese der Barrierelipide in der Epidermis verantwortlich sind. Es kommt zu Barrierestörungen mit einer trockenen, entzündeten Haut. Stress fördert eine Neurodermitis und hemmt die Immunabwehr. Auch die Lehrbücher der Dermatologie über Neurodermitis müssen neu geschrieben werden!

Im Vordergrund der Neurodermitis-Therapie muss die Reparation der gestörten Stratum corneum-Barriere stehen.

Kligman formulierte die Outside-in-Therapie als primäres dermatologisches Behandlungsziel mit der Sanierung und Reparatur des Stratum corneum durch geeignete topische Formulierungen. Anschließend werden Entzündungen in tieferen Hautschichten mit geeigneten Wirkstoffen behandelt.
Als Gegensatz dazu stellte er die konventionelle Inside-out Therapie dar, bei der topische, pharmakologische Wirkstoffe eingesetzt werden, die nur die Entzündung in tiefen Hautschichten behandeln, ohne die Barriere zu beeinflussen. Durch die weiter bestehenden Barriereschäden kommt es daher zu Rezidiven. In klinischen Studien zur Korneotherapie wurde gefunden, dass nicht nur Barriereschäden wie bei atopischer Dermatitis, sondern auch Verhornungsstörungen und Dermatosen auf die Korneotherapie ansprechen
.

Moderne pharmazeutische und kosmetische topische Repairsysteme wie Lipidnanopartikel (NLCs®), SmartCrystals® und Membrancremes reparieren sehr effektiv Barriereschäden bei Neurodermitis und reduzieren den Transepidermalen Wasserverlust (TEWL) um über 90 % (LANDSBERG First Class Aesthetic, Berlin, EDELWEISS®). missinglinkf (1)Maps of the lymphatic system: old (left) and updated to reflect UVA’s discovery. Credit: University of Virginia Health System

Missing link found between brain, immune system

1 June 2015

Health System In a stunning discovery that overturns decades of textbook teaching, researchers at the University of Virginia School of Medicine have determined that the brain is directly connected to the immune system by vessels previously thought not to exist. That such vessels could have escaped detection when the lymphatic system has been so thoroughly mapped throughout the body is surprising on its own, but the true significance of the discovery lies in the effects it could have on the study and treatment of neurological diseases ranging from autism to Alzheimer’s disease to multiple sclerosis.

„Instead of asking, ‚How do we study the immune response of the brain?‘ ‚Why do multiple sclerosis patients have the immune attacks?‘ now we can approach this mechanistically. Because the brain is like every other tissue connected to the peripheral immune system through meningeal lymphatic vessels,“ said Jonathan Kipnis, PhD, professor in the UVA Department of Neuroscience and director of UVA’s Center for Brain Immunology and Glia (BIG). „It changes entirely the way we perceive the neuro-immune interaction. We always perceived it before as something esoteric that can’t be studied. But now we can ask mechanistic questions.“ „We believe that for every neurological disease that has an immune component to it, these vessels may play a major role,“ Kipnis said. „Hard to imagine that these vessels would not be involved in a [neurological] disease with an immune component.“

New Discovery in Human Body

Kevin Lee, PhD, chairman of the UVA Department of Neuroscience, described his reaction to the discovery by Kipnis‘ lab: „The first time these guys showed me the basic result, I just said one sentence: ‚They’ll have to change the textbooks.‘ There has never been a lymphatic system for the central nervous system, and it was very clear from that first singular observation – and they’ve done many studies since then to bolster the finding – that it will fundamentally change the way people look at the central nervous system’s relationship with the immune system.“ Even Kipnis was skeptical initially. „I really did not believe there are structures in the body that we are not aware of. I thought the body was mapped,“ he said. „I thought that these discoveries ended somewhere around the middle of the last century. But apparently they have not.“

Very Well Hidden‘

The discovery was made possible by the work of Antoine Louveau, PhD, a postdoctoral fellow in Kipnis‘ lab. The vessels were detected after Louveau developed a method to mount a mouse’s meninges – the membranes covering the brain – on a single slide so that they could be examined as a whole. „It was fairly easy, actually,“ he said. „There was one trick: We fixed the meninges within the skullcap, so that the tissue is secured in its physiological condition, and then we dissected it. If we had done it the other way around, it wouldn’t have worked.“

After noticing vessel-like patterns in the distribution of immune cells on his slides, he tested for lymphatic vessels and there they were. The impossible existed. The soft-spoken Louveau recalled the moment: „I called Jony [Kipnis] to the microscope and I said, ‚I think we have something.'“

As to how the brain’s lymphatic vessels managed to escape notice all this time, Kipnis described them as „very well hidden“ and noted that they follow a major blood vessel down into the sinuses, an area difficult to image. „It’s so close to the blood vessel, you just miss it,“ he said. „If you don’t know what you’re after, you just miss it.“

„Live imaging of these vessels was crucial to demonstrate their function, and it would not be possible without collaboration with Tajie Harris,“ Kipnis noted. Harris, a PhD, is an assistant professor of neuroscience and a member of the BIG center. Kipnis also saluted the „phenomenal“ surgical skills of Igor Smirnov, a research associate in the Kipnis lab whose work was critical to the imaging success of the study.

Alzheimer’s, Autism, MS and Beyond

The unexpected presence of the lymphatic vessels raises a tremendous number of questions that now need answers, both about the workings of the brain and the diseases that plague it. For example, take Alzheimer’s disease. „In Alzheimer’s, there are accumulations of big protein chunks in the brain,“ Kipnis said. „We think they may be accumulating in the brain because they’re not being efficiently removed by these vessels.“ He noted that the vessels look different with age, so the role they play in aging is another avenue to explore. And there’s an enormous array of other neurological diseases, from autism to multiple sclerosis, that must be reconsidered in light of the presence of something science insisted did not exist.

The findings have been published online by the prestigious journal Nature and will appear in a forthcoming print edition.

More information: Structural and functional features of central nervous system lymphatic vessels,
DOI: 10.1038/nature14432

Provided by University of Virginia 2 / 3 APA citation: Missing link found between brain, immune system (2015, June 1) retrieved 4 June 2015 from http://medicalxpress.com/news/2015-06-link-brain-immune.html


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Weihrauch – Duft für Götter, Medizin für Menschen

Weihrauch in der Kosmetik

Die Behandlung von entzündlichen und bösartigen Hauterkrankungen mit Weihrauchextrakten oder mit isolierten Boswelliasäuren und deren Derivaten wurde von HU Jabs erstmals 2005 in Kenntnis der alten ayurvedischen Schriften beschrieben [6, 7].

Atopische Dermatitis, aktinische Keratosen, Psoriasis, Rosacea und andere Hauterkrankungen sind durch Barriereschäden und chronische Entzündungen charakterisiert. Es konnte gezeigt werden, dass nanopartikulär verkapselter Weihrauchextrakt hochwirksam bei entzündlichen Hauterkrankungen ist und eine deutlich faltenglättende Wirkung hat.

Um die Hautschädigung durch hohe Elastaseaktivität hemmen zu können, müssen Wirkstoffe die Schutzbarriere der Haut überwinden und dann in ausreichender Konzentration tiefe Hautschichten erreichen.

Beim Transport von eingekapselten Wirkstoffen ist zwischen Penetration und Permeation zu unterscheiden. Unter Penetration versteht man das Eindringen in die Hornschicht, unter Permeation das Durchdringen der gesamten Haut. Die Hautbarriere wird aus einer für hydrophile Substanzen fast unüberwindbaren Lipidschicht gebildet. Um diese Lipidschicht zu durchdringen, müssen Wirkstoffe in geeignete Transportvehikel wie beispielsweise Liposomen oder Nanopartikel verpackt werden.

Die Hülle von Liposomen besteht aus Phosphatidylcholin-Doppelmembranen (engl. Bilayer), die in der Natur zum Aufbau von Zellmembranen benötigt werden. Nanopartikel haben ebenfalls eine Phosphatidylcholinhülle. Allerdings besteht diese Membran aus einem Monolayer. In Liposomen werden hydrophile, in Nanopartikel lipophile Substanzen verkapselt. Die Vehikelhülle ist nicht nur eine Transportverpackung, sondern enthält wichtige hautregenerierende Wirkstoffe wie mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Cholin, einen Stoff, der zellschützende Funktionen hat.

Phophatidylcholinhaltige Boswellia-Nanopartikel zeigen bei topischer Applikation eine sehr gute Wirksamkeit bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Akne, Psoriasis und Dermatitis sowie bei proliferierenden Hauterkrankungen wie aktinischer Keratose [8].

Fazit
Weihrauch wird seit Jahrtausenden nicht nur zu kultischen Zwecken, sondern auch als Heilmittel verwendet. Neueste Forschungsergebnisse zeigten, dass Boswelliasäuren aus Weihrauch vielversprechende Phytopharmaka sind und in topischer und oraler Form besonders gegen Entzündungen wirken. Als Nahrungsergänzung kann Weihrauch unterstützend bei entzündlichen Haut- und Gelenkerkrankungen sowie chronischen Darmerkrankungen eingesetzt und somit die Lebensqualität verbessert werden.

Nicht nur ein Duft für die Götter, sondern auch Medizin für die Menschen.

Literatur
1. Sashwati et al. DNA and Cell Biology (2005) 24 (4), 244-255
2. Glaser T et al. Br J Cancer (1999) 80, 756-765;
3. Winking M et al. J Neurooncol (2000) 46, 97-103
4. Tausch L et al. J Immunol (2009)
5. J Hüsch et al. Fitoterapia (2013) 84, 89-98
6. HU Jabs. Ästhetische Dermatologie (2005) 4, 31-32
7. P Calzavara-Pinton et al. Dermatologic Therapy (2010) 23, 28-32
8. HU Jabs. Ästhetische Dermatologie (2009) 4, 28-33
9. HU Jabs. Ästhetische Dermatologie (2013) 5, 49-53.

Weihrauch und Myrrhe verfügen über eine Vielzahl bioaktiver Inhaltsstoffe, mit deren gesundheitlichen Wirkungen sich die Medizin bis in unsere Tage beschäftigt„, berichtet Dr. Peter Schnabel. Der Allergologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe „Noxenkatalog-Datenbank“ der TU München hebt hervor: „Erst kürzlich fanden chinesische Wissenschaftler bei einer aktuellen Analyse von Weihrauchölen mit modernen gaschromatographischen Methoden 99 chemisch definierte Substanzen.

Die Untersuchung eines Ölextraktes aus Myrrhe führte zu 76 Bestandteilen, die als Monoterpene, Sesquiterpene, Alkohole und Ester identifiziert wurden. Darunter befanden sich auch mehrere Substanzen, bei denen eine gegen den Krebs wirksame Aktivität vermutet wird“, so der Münchner Mediziner.

Der „Duft der Götter“ entsteht aus dem zähflüssigen Harz des Weihrauchbaumes (Boswellia). Weihrauch gilt seit mehr als 3000 Jahren in der traditionellen indischen Naturheilkunde des Ayurveda als wichtiges Heilmittel. Der traditionelle Einsatz von Weihrauch bei rheumatischer Arthritis, Osteoarthritis oder chronischen Gelenkentzündungen wird von der modernen Weihrauchforschung bestätigt.“

http://www.welt.de/gesundheit/article135378026/Gegen-welche-Krankheiten-Weihrauch-hilft.html

Boswellia


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Emulgatoren fördern Entzündungen in Haut und Schleimhaut

In Lebensmitteln verwendete Emulgatoren fördern Entzündungen im Darm und könnten darüber zur Entstehung von Erkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn oder dem metabolischen Syndrom beitragen. Darauf weisen Untersuchungen mit Mäusen hin, deren Ergebnisse Benoit Chassaing und Andrew Gewirtz von der Georgia State University nun im Fachjournal «Nature» veröffentlicht haben.“ http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=56678.

Die Emulgatoren-Exposition führte dazu, dass die Bakterien der Darmflora näher an die Darmwand herankamen. Der durchschnittliche Abstand zwischen den Mikroben und dem Darmepithelzellen war um die Hälfte verringert im Vergleich zu Kontrolltieren, die keine Emulgatoren erhalten hatten. Außerdem hatte sich die Zusammensetzung der Darmflora verändert: Während die mit positiven Gesundheitseffekten assoziierten Bacteroidales-Stämme zurückgingen, stieg der Anteil an mukolytischen Arten wie Ruminococcus gnavus, berichten die Forscher. Insgesamt nahm der Anteil an Spezies zu, die eine proinflammatorische Wirkung haben.

Als Folge dieser Veränderungen entwickelten die genetisch unauffälligen Tiere eine milde chronische Darmentzündung, Übergewicht und Anzeichen eines metabolischen Syndroms wie Insulinresistenz und Glucose-Intoleranz. Die genetisch veränderten Tiere entwickelten deutlich häufiger eine schwere Darmentzündung, eine ausgeprägte Colitis ulcerosa.

Die Forscher folgern aus ihren Ergebnissen, dass der weitverbreitete Gebrauch von Emulgatoren in Lebensmitteln ein Faktor sein könnte, der an der Zunahme von Adipositas und anderen chronischen inflammatorischen Erkrankungen beiträgt.“

In der Lebensmittelindustrie ist die Verwendung von Gluten als Emulgator eine besondere Gefahr für die Darmschleimhaut. Der Zwergweizen wurde in den letzten 30 Jahren immer gutenreicher gezüchtet. Aus dem Weizenmehl wird Gluten zur Verwendung als Lebensmittelzusatz extrahiert. Parallel zu diesem genetisch veränderten Weizen und der Verwendung von Gluten in Backwaren, Fertigprodukten und anderen Lebensmitteln steigt die Glutenintoleranz mit schweren Darmveränderungen beispielsweise bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa an. In den letzten 20 Jahren wurde eine Zunahme dieser Erkrankungen beobachtet und die Glutenintoleranz mit Darmstörungen stieg von ca. 2-3 % auf nunmehr bis zu 75 % an.

Gluten irritiert den Insulinrezeptor und ist für Fettsucht und das metabolische Syndrom verantwortlich.

Emulgatoren sind Hilfsstoffe, die dazu dienen, zwei nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Öl und zu einem fein verteilten Gemisch, der sogenannten Emulsion, zu vermengen und zu stabilisieren. Ähnliches gilt für die Aufmischung von festen, nicht löslichen Stoffen in einer Flüssigkeit, um eine sogenannte Suspension zu stabilisieren. Die häufig auch als Tenside bezeichneten Hilfsstoffe finden eine breite Anwendung in Pharmazie, Lebensmitteltechnologie als Lebensmittelzusatzstoffe, Ölindustrie, im Haushalt (in Reinigungsmitteln und Wasserlacken), in der Kosmetik und zahlreichen großindustriellen Anwendungen (Wikipedia)“.

In der Kosmetik werden Emulgatoren zur Herstellung einer Creme aus einer wässrigen und einer öligen Phase verwendet. Wasser und Öl sind nicht mischbar. Emulgatoren sind Substanzen, die ein wasserliebendes und ein fettliebendes Ende haben. Sie verbinden beide Phasen zu einer Emulsion.

Durch das Eincremen gelangen Emulgatoren aus kosmetischen Präparaten in den Hydrolipidfilm und in die Schutzbarriere der Haut. Beim nächsten Kontakt mit Wasser beim Baden oder Duschen, werden die Lipide der Schutzbarriere mit dem Duschwasser emulgiert und herausgelöst. Durch diesen „Washouteffekt“ kann die Schutzbarriere nachhaltig geschädigt und chronische Hauterkrankungen verursacht werden.

Die bessere Alternative zu synthetischen Emulgatoren sind hauteigene Phospholipide wie Phosphatidylcholin (PC) und Ceramide in Liposomen und Membrancremes. Phospholipide haben barrierestärkende Eigenschaften und werden auch als Emulgatoren in Lebensmittel eingesetzt.

emulgator Emulgatoren