Aesthetic Medicine


Hinterlasse einen Kommentar

Anti-Aging-Behandlungen – gibt es sie auch noch ohne Geräte?

veröffentlicht in Kosmetik & Pflege 2017 (1), 22-23

Der Einsatz von Gerätschaften im Institut ist längst keine Seltenheit mehr; vor allem, wenn es um die Behandlung von Alterserscheinungen der Haut geht.

Oft sind es auch die Kunden, die sich sichtbare Resultate wünschen und deswegen Anwendungen mit technischer Unterstützung buchen.

Nur in den seltensten Fällen werden Geräte ohne Präparate eingesetzt. Zu den Ausnahmen gehören physikalisch-physiologische Behandlungen wie zum Beispiel der Ultraschall und die Infrarotlampe, wenn sie die Mikrozirkulation und den Stoffwechsel in der Epidermis anregen sollen.

Needling-Verfahren und Mikrodermabrasion benötigen Pflegeprodukte für die Vor- und Nachbehandlung. In der Regel geht es bei dem Einsatz von Geräten um die Penetrationsverstärkung und die Aktivierung von Wirkstoffen durch Energieeinwirkung sowie um die schnelle Entfaltung ihrer spezifischen Eigenschaften.

Die dazu notwendigen Energien werden durch elektromagnetische Wellen wie Licht-, Infrarot-, Ultraviolett- und Radiofrequenzstrahlung inklusive gebündelter Formen wie Laser und IPL, oder alternativ durch mechanische Energien wie Ultraschall und Stoßwellen geliefert. LED- und Infrarot-Bestrahlungen zielen weniger auf eine unspezifische Erwärmung als auf die selektive Anregung biochemischer Prozesse ab.

Ohne Energie-Transfer arbeiten Mesotherapie, Medical Needling und abtragende Verfahren wie Mikrodermabrasion, Schleifen oder Mikro-Wasserstrahlen.

Penetrationsverstärkungen lassen sich jedoch auch ohne Geräte realisieren – vorausgesetzt die Wirkstoffe sind rezepturmäßig entsprechend optimiert. Bei konventionellen, nicht optimierten Präparaten wird man dagegen mit Geräten durchweg eine Beschleunigung des Wirkungseintritts erreichen.

Die Hände – die wichtigsten Gerätschaften

Mit oder ohne Gerät – Behandlungen, die nicht auf die Prävention der vorzeitigen Alterung ausgelegt sind, widersprechen dem Sinn einer Hautpflege.

Im dekorativen Bereich sind die Verhältnisse anders. Insbesondere bei Menschen, die tagtäglich öffentlich auftreten (Theater, Fernsehen, Politik) kann es durch das ständige Auftragen und Entfernen von Make- up zu Abnutzungserscheinungen und somit kontraproduktiven Effekten kommen. Ungeschminkt sieht diese Personengruppe daher häufig sichtbar gealtert aus. Umso wichtiger ist es, auch hier mit einer schnell penetrierenden Grundpflege zu arbeiten. Geräte sind dabei für den täglichen Routineeinsatz weniger geeignet.

Der Kosmetikerin stehen nach wie vor alle Techniken zur Verfügung, die sie in der Ausbildung gelernt hat. Zusammen mit modernen Präparaten, die schützende, regenerierende und aufbauende Wirkstoffe enthalten, sowie Cosmeceuticals mit hoher Verfügbarkeit durch Carriersysteme (Liposomen- und Nanotechnik) werden mittel- und langfristig die gleichen Erfolge erzielt wie mit Geräten.

Werbetechnisch können Geräte die Akquisition von Kunden erleichtern. Man sollte diesbezüglich aber nicht vergessen, dass die Hände das wichtigste Gerät sind. Und nicht nur das: die Hände drücken eine ganz individuelle und persönliche Kompetenz aus, die man mit Geräten nicht erreichen kann. Geräte machen abhängig von einem Hersteller – gegebenenfalls auch von seinen Präparaten. Wenn die Konkurrenz von nebenan nachgerüstet hat, entfällt der USP (Unique Selling Point) sehr schnell.

Darüber sollten sich insbesondere kleinere Institute im Klaren sein, bevor sie viel Geld ausgeben für Geräte, die kurze Zeit später im Sonderangebot aus Fernost erhältlich sind oder von anderen, neuen Techniken abgelöst werden. Die Innovationszyklen werden erfahrungsgemäß immer kürzer.

Intelligente Masken, Packungen, Massagen, ausgefeilte manuelle Techniken und kreative Behandlungsabläufe werden da- gegen immer gefragt sein und nie ihre Aktualität verlieren.

Die Hautanalyse bestimmt die Behandlung

Was unterscheidet Anti-Aging von normaler Hautpflege? Nichts, denn zur Hautpflege im Institut gehören Sonderbehandlungen, die sich aus der kompetenten Hautanalyse-Routine ergeben, zum Beispiel bei erkennbaren Neigungen zu Barriere-, Verhornungs-, Bindegewebs-, Gefäß-, Pigmentstörungen oder Lichtschäden. Aus Hormonveränderungen, Arzneimittel-Nebenwirkungen und nicht zuletzt kontraproduktiven Ernährungsgewohnheiten und sportlicher Abstinenz resultieren gezielte Behandlungen mit entsprechenden Wirkstoffen und Behandlungsabläufen. Sie haben naturgemäß ihren Preis.

Heimpflege und Institutsbehandlungen müssen gut aufeinander abgestimmt und die eingesetzten Mittel nachhaltig sein. Eine gute Basis ist die Kligman’sche Korneotherapie, die ohne Geräte klinisch signifikante Ergebnisse liefert.

Bei der Suche nach Wirkstoffen können Cosmeceuticals eine Orientierungshilfe sein. Allerdings ist nicht jedes potente Antioxidans ein Cosmeceutical geschweige denn ein Anti-Aging-Wirkstoff. Persönliches Know-How ist ein wichtiger Faktor für die Auswahl und den Erfolg. Langjährige Erfahrung und das Recherchieren in unabhängigen, seriösen Quellen sind dabei hilfreich. Und: Bei allem High-Tech darf das Wohlbefinden während der Behandlung nicht zu kurz kommen.

Praktisch alle Studien über Anti-Aging-Wirkungen mit Geräten umfassen kurze Zeiträume. Langzeitbeobachtungen sind Mangelware. Kontrovers wird die Radikalbildung durch elektromagnetische Wellen beurteilt. Was für die einen als schädlich gilt, ist für die anderen der Auslöser von Reparatur- und Schutzprozessen. Geräte bergen die Gefahr, dass der Energieeintrag falsch dosiert wird. Die Folge sind Nebenwirkungen wie Überhitzung und Gewebeschäden sowie entsprechende Haftungsrisiken. Ähnliche Problematiken treten aber auch ohne Geräte auf, wie z. B. bei Fruchtsäurebehandlungen, die bei langjähriger Anwendung Rosacea und periorale Dermatitis fördern.

Dr. Hans Lautenschläger

Kosmetik Konzept KOKO GmbH & Co.KG • D-42799 Leichlingen • Moltkestr. 25 • http://www.dermaviduals.com


Hinterlasse einen Kommentar

„Kuhmilch ist kein Nahrungsmittel für Menschen“ und verursacht Akne und Pickel!

Tierische Milch ist verantwortlich für Hauterkrankungen wie Akne und Neurodermitis. Durch Wachstumsfaktoren in der Milch werden nicht nur Diabetes, Übergewicht und Krebs verursacht, sondern auch über Irritationen des Insulinrezeptors und durch epigenetische Faktoren schädliche Stoffwechselsignale ausgesendet.

Dermatologie & Kosmetologie entwickeln zwar für entzündliche Hauterkrankungen wirksame topische Präparate, wenn aber nicht eine deutliche Lebensstiländerung hinzukommt, ist mit einer Eindämmung dieser Volksseuchen nicht zu rechnen.

Pizza, Pasta und Milchschnitte passen nicht zum Aknegesicht! 

Mit Prof. Dr. med. Bodo Melnik habe ich in den 1990er im Institut für Arterioskleroseforschung der Universität Münster in einem Labor an der Erforschung des Fettstoffwechsels gearbeitet. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass der Cholesterinspiegel nur gering von einer cholesterinreichen Nahrungsaufnahme abhängig ist.

Die Wachstumsfaktoren und (epi-)genetischen Signalstoffe in der Milch beeinflussen dagegen wesentlich mehr unseren Stoffwechsel als tierische Fette, denn diese Faktoren greifen in unser Erbgut ein und sind DIE Ursache für Krankheit und vorzeitiges Altern.

Anti-Aging = weitestgehender Verzicht auf Kuhmilch!

„Milch ist grundsätzlich gefährlich. Milch ist ein Starter-Kit des Wachstums. Die Aufgabe der Milch ist es, das Wachstum von Säugetieren in den ersten Monaten zu pushen. Das ist praktisch ein Dopingsystem der Natur. Das Problem ist, dass das Signal der Kuhmilch beim Menschen falsch ankommt, weil es nicht in der richtigen Signalstärke gesendet wird. Beim Menschen führt Kuhmilch zur vorzeitigen Alterung und zu Zivilisationskrankheiten. Jede Tiermilch überträgt grundsätzlich zwei Signalsysteme, zum einen hohe Mengen wachstumsstimulierender Aminosäuren, zum anderen genregulierendes Material, sogenannte kleinste Ribonukleinsäuren (MikroRNS), die zu Millionen in Gestalt virusähnlicher Partikel in der Milch vorkommen. Besorgniserregend ist vor allem, dass die Milch auch die krebserzeugende MikroRNS-21 enthält, die auch von bösartigen Tumoren gebildet wird. –

Tag der Milch: „Kuhmilch ist kein Nahrungsmittel für den Menschen!“

„Der Mensch hat die geringste Eiweißmenge in seiner Milch; nur etwa ein Gramm auf hundert Milliliter. Nach etwa einem halben Jahr verdoppelt das Baby sein Gewicht. Zum Vergleich: Die Kuhmilch enthält eine Eiweißmenge von etwa 3,5 Gramm auf hundert Milliliter. Kälber verdoppeln nach 40 Tagen ihr Geburtsgewicht. Die Wachstumsgeschwindigkeit eines Säugetiers hängt von der Eiweißmenge der Milch ab. Die Kuhmilch sendet wachstumsbeschleunigende Signale an den Menschen, aber in der falschen Stärke. Die Signale fördern unter anderem Wachstum von Krebs. Und wenn Herr Rechkemmer zugibt, dass es eine Verbindung zum Prostatakrebs gibt, dann gibt er zu, dass die häufigste Krebsart des Mannes mit dem Milchkonsum in Verbindung steht. Und das ist ein Riesenskandal. Wir müssen den Menschen klar machen, dass sie, wenn sie Milch trinken, ein genregulatorisches System einer anderen Art zu sich nehmen. – Tag der Milch: „Kuhmilch ist kein Nahrungsmittel für den Menschen!“

http://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/580629/kuhmilch-ist-kein-nahrungsmittel-fur-den-menschen#gallery&0&0&580629


Hinterlasse einen Kommentar

Die intakte STRATUM CORNEUM Barriere ist wichtige Voraussetzung für einen effizienten UV-Schutz

In der Prävention von Hautkrebs ist ein guter Sonnenschutz eine tragende Säule. Hautkrebs (Melanome, aktinische Keratosen, Basaliome und Spinaliome) ist aber das Ergebnis einer langjährigen Schädigung der Haut durch exogene Noxen. UV-Schäden induzieren Störungen des Immunsystems und Dysplasien der epidermalen Zellen. Die Entzündungskaskade wird durch Ausschüttung von Matrix-Metalloproteinasen (MMPs) stimuliert und Gen-Transkriptionsfehler treten auf. Dadurch wird der Startschuss für eine maligne Entartung von Hautzellen gelegt. Die Hautschädigung durch UV-Strahlen wird durch eine defekte St. Corneum Barriere und durch chronische Entzündungen der Dermis und Epidermis noch verstärkt. Matrix-Metalloproteinasen bauen Kollagen, Elastin und Glycosaminoglycane ab und stimulieren Transkriptionsfaktoren, die Keratinozyten- und Melanozyten-Dysplasien fördern. Über 70 % der Erwachsenen mit den Fitzpatrick Hauttypen I-III haben eine gestörte Hautbarriere, die sich durch einen erhöhten Transepidermalen Wasserverlust (TEWL) äußert.

Defekte des Stratum corneum mit einer verminderten Barrierefunktion aktivieren chronische Entzündungsprozesse in der Haut. Barriereschäden werden durch Umwelteinflüsse wie Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen, durch Umweltverschmutzung und durch falsche kosmetische Reinigungs- und Hautpflegeprodukte ausgelöst oder verschlimmert. Alkohole, Vitamin A und C, AHAs in Anti-Aging Produkten können Barriereschäden verursachen und chronische Entzündungen auslösen, ebenso wie kosmetische Verfahren wie Microdermabrasion, Microneedling, Fruchtsäure-Peelings, IPL und Laserbehandlungen. Chronische Hauterkrankungen wie Atopische Dermatitis, Rosacea, Akne, Psoriasis, Aktinische Keratosen, Keratosis pilaris, Ichthyosis und Photoaging sind ebenfalls mit einer defekten Barriere und chronischen Hautentzündungen verbunden.

Alle im Anhang der Kosmetikverordnung (KVO) gelisteten UV-Filter binden an die Corneozyten des St. Corneum und an die Lipide der Hautbarriere. Bei einer defekten und gestörten Barrierefunktion sind die Bindungsstellen für UV-Filter reduziert und die Schutzfunktion der Sonnencremes trotz hohem SPF signifikant vermindert.

Hydratation und Transepidermaler Wasserverlust
Moisturizer und Feuchtigkeit sind für die Elastizität und den Stoffwechsel der Haut notwendig, sie reparieren aber nicht das St. Corneum und die Barriere. Für die Restauration einer gestörten Barriere sind spezifische, hauteigene Lipide in ausreichender, therapeutischer Konzentration notwendig. In einer klinischen Studie mit über 100 kommerziellen Feuchtigkeitscremes verbesserten nur 11 Produkte die Barrierefunktion und reduzierten den Transepidermalen Wasserverlust (TEWL).

In der Pharmazie werden seit Jahrzehnten Produkte mit Membranstrukturen und Liposomen als Wirkstofftransporter eingesetzt. In neuesten Forschungen und Entwicklungen der Pharmazie sind verbesserte Systeme für den transdermalen Transport von Medikamenten und Wirkstoffen entwickelt worden. Die Professoren Dr. Cornelia Keck und Dr. Rainer Müller von der Freien Universität Berlin, Institut für technische Pharmazie, Bio-Pharmaceutics und NutriCosmetics entwickelten neue Transportsysteme für die Dermatologie und Kosmetologie: Nanostructured Lipid Carriers (NLC®) und SmartCrystals®.

Diese Lipidnanopartikel (griech. nanos = Zwerg; 1 mm = 1.000.000 nm) bestehen aus hautbiologischen Lipiden, die bei Raumtemperatur fest sind, aber bei Hauttemperatur schmelzen und die eingekapselten hochaktiven Wirkstoffe durch das Stratum corneum in tiefe Hautschichten transportieren. In der Lipidmatrix der NLC® sind oxidationsempfindliche und schwer lösliche Wirkstoffe geschützt und werden mit einem „Retardeffekt“ beim Auftragen auf die Haut verzögert freigegeben. Die Wirkstoffe konzentrieren sich in hoher Konzentration in der Tiefe der Epidermis.

Die NLC®-Lipidnanopartikel schmelzen bei Hauttemperatur und bilden einen dünnen, atmungsaktiven Schutzfilm auf der Haut. Der transepidermale Wasserverlust (TEWL) bei Neurodermitis konnte in klinischen Studien im Vergleich mit konventionellen Cremegrundlagen signifikant reduziert werden. Die Hautebenheit wurde verbessert und die Schutzbarriere repariert.

SmartCrystals® sind nanopartikuläre Transportsysteme für empfindliche und schwer lösliche Wirkstoffe. Die mit hohen Wirkstoffkonzentrationen beladenen Lipid-Kristalle reparieren Defekte in der Hautbarriere und transportieren die Wirkstoffe durch die Lipidbarriere bis zur Basalschicht und den Hautstammzellen. Dort bildet sich ein Depot mit langanhaltender Wirkstofffreisetzung. Die Smart-Crystals® verbinden sich mit der Hornschicht und haften fest auf der Lipidschicht.

Die neuen Transportsysteme NLC® und SmartCrystals® werden neuerdings in dermatologisch-kosmetischen Formulierungen (EDELWEISS®Landsberg – First Class Aesthetic, Berlin) eingesetzt und unterscheiden sich wesentlich von bisher genutzten Cremegrundlagen in der Kosmetik. Die Haut wird mit hauteigenen Lipiden versorgt, und hocheffiziente Wirkstoffe wie Edelweiß-Extrakte, Rutin, Ubichinon und faltenreduzierende Peptide werden mit den transepidermalen Transportsystemen in tiefe Hautschichten geschleust.

NLC® und SmartCrystals® reduzieren den TEWL um fast 90 % nach kompletten Entfernung des Stratum corneum, was für eine fast vollständige Wiederherstellung der Barrierefunktion spricht. Im gleichen Experiment reduzierte 100 % Vaseline den TEWL nur um 43 %.

Daher sollten moderne barriere-reparierende Pflegeprodukte wie NLCs®, SmartCrystals® und Membrane-Cremes unter Sonnenschutzpräparate vor einem Sonnenbad aufgetragen werden.

Für die Prävention von Hauterkrankungen und UV-Schäden sollten wirksame Sonnenschutzpräparate mit geeigneten barriere-verstärkenden und barriere-reparierenden Pflegeprodukten wie beispielsweise EDELWEISS® kombiniert werden, damit UV-Filtern an Corneozyten und Lipide des St. Corneum binden können. Bei Hauterkrankungen und Barrierestörungen sollte 6 Wochen vor einer UV-Exposition mit einer adäquaten Reparatur der Barriere mit geeigneten Pflegepräparaten begonnen werden. Dabei sollte die Wirksamkeit der Pflegeprodukte durch klinische Studien belegt worden sein.

Boswellia        Bild1

cropped-cover-proposal_skin_molecular_organization_hd.jpg

Literatur:

Ganceviciene R. et al. Skin anti-aging strategies. Dermato-Endocrinology (2012) 4:3, 308-319.

Thornfeldt C et al. The New Ideal In Skin Health. Carol Stream, IL: Allured Books, 2010.

Elias P et al. Multiple chronic inflammatory diseases are characterized by disrupted barrier. Arch Dermatol (2001) 137(8), 60-62.

Iwai I et al. The human skin barrier is organized as stacked bilayers of fully extended ceramides with cholesterol molekules associated with the ceramide sphingoid moiety. J Invest Dermatol (2012), doi:10.1038/jid. 2012.43, 1-11.

Jabs HU. Stratum corneum – von der Korneobiochemie zur Korneotherapie. Ästhetische Dermatologie (2013) 1, 14-19.

Jabs HU. Aquaporation – Falten und Hautelastizität aus biophysikalischer Sicht. Ästhetische Dermatologie
(2011) 3, 17-22.

Jabs HU. Elastase – Ziel einer neuen Anti-Aging Strategie bei Hautalterung, Elastizitätsverlust und Faltenbehandlung. Ästhetische Dermatologie (2012) 6, 38-40.

Keck, CM, Hommoss A, Müller RH. (2008). Lipid nanoparticles (SLN, NLC, LDC) for the enhancement of oral absorption, in: Modified-Release Drug Delivery Systems Volume 1 (2nd Ed.), R.B. Walker, J. Hadgraft M.S. Roberts, M.E. Lane (eds.): 269-286

Keck, CM, Al Shaal L, Müller RH (2010) smartCrystals – review of the second generation of drug nanocrystals, in: Handbook of Materials for Nanomedicine (V. Torchillin, M. M. Amiji, eds.), Pan Stanford Series on Biomedical Nanotechnology, Pan Stanford Publishing, London, 555-580,

Keck CM, Kobierski S, Mauludin R, Müller RH (2013) Novel top down technologies: Effective production of ultrafine drug nanocrystals, in Drug Delivery Strategies for Poorly Water-Soluble Drugs. Douroumis D, Fahr A. Wiley, 247- 264.

Keck CM, Müller RM, Schäfer KH (2013) Nanotaxis for antioxidants to make them biologically active, in Recent advances in redox active plant and microbial products: From basic chemistry to widespread applications in Medicine and Agriculture, Claus Jacob (ed.), Springer, in press.

Keck CM, Müller RH. SmartCrystals® – Nanodiamanten zur Erhöhung der Bioaktivität, Labor & More (2008) 1, 64- 65.

Keck CM, Müller RH, Lipid nanoparticles – the innovative successor generation of the liposomes? Indian Local Chapter, CRS Newsletter (2008), 7-12.

Keck CM, Müller RH. Lipidnanopartikel – Nanotaxis für den dermalen Wirkstofftransport. Labor & More (2009) 4, 1- 3.

Keck CM, Müller RH. Silber-Lipid-Zwerge – Ein neues Therapiekonzept gegen Neurodermitis, Quantos (2010) 1, 6- 11.

Keck CM, Müller, RH. Auf den Spuren Kleopatras Schönheit und warum Nanotechnologie noch schöner macht, Labor & More (2013) 1(13), 8-15.

Müller RH, Shegokar R, Gohla S, Keck CM, (2011) Nanocrystals: Production, Cellular Drug Delivery, Current and Future Products, in Intracellular Delivery: Fundamentals and Applications, Fundamental Biomedical Technologies, A. Prokop, Editor, Springer, 411-32.

Müller RH, Keck CM. Challenges and solutions for the delivery of biotech drugs – a review of drug nanocrystal technology and lipid nanoparticles. J. Biotechnol. (2004) 11(1-3), 151-70.

Müller RH, Keck CM. Drug delivery to the brain – realization by novel drug carriers, J. Nanosci. Nanotechnol. (2004) 4(5), 471-83.

Norlén L. Skin barrier formation: the membrane folding model. J Invest Dermatol (2011) 117, 823-829.

Souto, EB, Keck C., Müller RH (2010). Technology of lipid nanoparticles (SLN, NLC) as nanocarriers for skin applications: properties, production & cosmetic formulations, in: Cosmetics: Types, Allergies and Applications, Laura M. Hayes (Ed.), Nova Scientific Publishers, Hauppauge, New York, USA, Chapter 3.

Wang S et al. Sunscreens with added antioxidants do not improve photoprotection.
J Am Acad Dermatol (2011) 65(3), 525-530.

Lavker R, Kligman A. Chronic inflammation produces signs of skin aging. J Invest Dermatol (1988) 90(3), 325-330.


Hinterlasse einen Kommentar

Emulgatoren fördern Entzündungen in Haut und Schleimhaut

In Lebensmitteln verwendete Emulgatoren fördern Entzündungen im Darm und könnten darüber zur Entstehung von Erkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn oder dem metabolischen Syndrom beitragen. Darauf weisen Untersuchungen mit Mäusen hin, deren Ergebnisse Benoit Chassaing und Andrew Gewirtz von der Georgia State University nun im Fachjournal «Nature» veröffentlicht haben.“ http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=56678.

Die Emulgatoren-Exposition führte dazu, dass die Bakterien der Darmflora näher an die Darmwand herankamen. Der durchschnittliche Abstand zwischen den Mikroben und dem Darmepithelzellen war um die Hälfte verringert im Vergleich zu Kontrolltieren, die keine Emulgatoren erhalten hatten. Außerdem hatte sich die Zusammensetzung der Darmflora verändert: Während die mit positiven Gesundheitseffekten assoziierten Bacteroidales-Stämme zurückgingen, stieg der Anteil an mukolytischen Arten wie Ruminococcus gnavus, berichten die Forscher. Insgesamt nahm der Anteil an Spezies zu, die eine proinflammatorische Wirkung haben.

Als Folge dieser Veränderungen entwickelten die genetisch unauffälligen Tiere eine milde chronische Darmentzündung, Übergewicht und Anzeichen eines metabolischen Syndroms wie Insulinresistenz und Glucose-Intoleranz. Die genetisch veränderten Tiere entwickelten deutlich häufiger eine schwere Darmentzündung, eine ausgeprägte Colitis ulcerosa.

Die Forscher folgern aus ihren Ergebnissen, dass der weitverbreitete Gebrauch von Emulgatoren in Lebensmitteln ein Faktor sein könnte, der an der Zunahme von Adipositas und anderen chronischen inflammatorischen Erkrankungen beiträgt.“

In der Lebensmittelindustrie ist die Verwendung von Gluten als Emulgator eine besondere Gefahr für die Darmschleimhaut. Der Zwergweizen wurde in den letzten 30 Jahren immer gutenreicher gezüchtet. Aus dem Weizenmehl wird Gluten zur Verwendung als Lebensmittelzusatz extrahiert. Parallel zu diesem genetisch veränderten Weizen und der Verwendung von Gluten in Backwaren, Fertigprodukten und anderen Lebensmitteln steigt die Glutenintoleranz mit schweren Darmveränderungen beispielsweise bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa an. In den letzten 20 Jahren wurde eine Zunahme dieser Erkrankungen beobachtet und die Glutenintoleranz mit Darmstörungen stieg von ca. 2-3 % auf nunmehr bis zu 75 % an.

Gluten irritiert den Insulinrezeptor und ist für Fettsucht und das metabolische Syndrom verantwortlich.

Emulgatoren sind Hilfsstoffe, die dazu dienen, zwei nicht miteinander mischbare Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Öl und zu einem fein verteilten Gemisch, der sogenannten Emulsion, zu vermengen und zu stabilisieren. Ähnliches gilt für die Aufmischung von festen, nicht löslichen Stoffen in einer Flüssigkeit, um eine sogenannte Suspension zu stabilisieren. Die häufig auch als Tenside bezeichneten Hilfsstoffe finden eine breite Anwendung in Pharmazie, Lebensmitteltechnologie als Lebensmittelzusatzstoffe, Ölindustrie, im Haushalt (in Reinigungsmitteln und Wasserlacken), in der Kosmetik und zahlreichen großindustriellen Anwendungen (Wikipedia)“.

In der Kosmetik werden Emulgatoren zur Herstellung einer Creme aus einer wässrigen und einer öligen Phase verwendet. Wasser und Öl sind nicht mischbar. Emulgatoren sind Substanzen, die ein wasserliebendes und ein fettliebendes Ende haben. Sie verbinden beide Phasen zu einer Emulsion.

Durch das Eincremen gelangen Emulgatoren aus kosmetischen Präparaten in den Hydrolipidfilm und in die Schutzbarriere der Haut. Beim nächsten Kontakt mit Wasser beim Baden oder Duschen, werden die Lipide der Schutzbarriere mit dem Duschwasser emulgiert und herausgelöst. Durch diesen „Washouteffekt“ kann die Schutzbarriere nachhaltig geschädigt und chronische Hauterkrankungen verursacht werden.

Die bessere Alternative zu synthetischen Emulgatoren sind hauteigene Phospholipide wie Phosphatidylcholin (PC) und Ceramide in Liposomen und Membrancremes. Phospholipide haben barrierestärkende Eigenschaften und werden auch als Emulgatoren in Lebensmittel eingesetzt.

emulgator Emulgatoren


Ein Kommentar

Rosazea – eine dermatologische und kosmetische Herausforderung

Rosacea bzw. Rosazea ist eine chronisch verlaufende, entzündliche Hauterkrankung vornehmlich des Gesichts (Stirn, Nase, Kinn und Wangen) und betrifft rund vier Millionen Deutsche – doch die wenigsten Betroffenen wissen von ihrer Erkrankung. Entzündungserscheinungen der Haut wie anhaltende Rötungen, Papeln (Knötchen) und Pusteln (Bläschen), sichtbare Äderchen und/oder Schwellungen im Gesicht können Anzeichen von Rosacea sein. Häufig werden sie jedoch mit den Symptomen einer Allergie oder Akne verwechselt.

Ausführliche Informationen finden Sie unter „Dermatologie & Kosmetologie: Rosacea“.

Wenn Ihnen mein Blog gefällt, dann klicken Sie bitte auf den „Folgen-Button„. Sie erhalten dann regelmäßig Informationen über neue Beiträge.

Eine interessante Literaturstelle zu Rosacea und Cathelicidinen:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3346901/pdf/ad-24-126.pdf


Hinterlasse einen Kommentar

„Mit offener Nase durch die Welt gehen ….“

dies ist eine Aufforderung des „Duftpapstes“ Prof. Dr. Dr. med. Hanns Hatt, der die Biologie und Biochemie des Riechens erforscht. Duftrezeptoren kommen nicht nur in der Nase, sondern neben anderen Organen auch in der Haut vor. Wir riechen mit der Haut.

Der Hautstoffwechsel kann durch Duftstoffe beeinflusst werden. Beispielsweise ist ein Bestandteil des Sandelholzduftes ein Wirkstoff, der die Hautregeneration anregt und Entzündungen reduziert.

Aber Vorsicht! Duftstoffe sind nicht gleich Duftstoffe. Synthetische Düfte – und das sind fast alle Parfümstoffe in Kosmetika – sind die Nummer 1 der sensibilisierenden und allergisierenden Inhaltsstoffe von Kosmetika.

Die Aromatherapie nutzt nur natürliche, ätherische Öle in Konzentrationen, wie sie in der Natur vorkommen und erzielt damit hervorragende Heilerfolge.

https://www.planet-wissen.de/natur_technik/sinne/riechen/interview_hatt.jsp


Hinterlasse einen Kommentar

Entzündliche Hauterkrankungen durch oxidativen und nitrosativen Stress

Die Ätiologie und Pathogenese entzündlicher Hauterkrankungen wie Psoriasis, Atopische Dermatitis, Rosacea, Akne vulgaris und Aktinische Keratose sind nur teilweise bekannt. Bei den exanthematischen Hauterkrankungen werden Erbfaktoren und (auto-)immunologische Mediatoren für chronische Entzündungsprozesse und epidermale Hyperproliferationen diskutiert. Aktinische Keratosen sind die häufigsten Kanzerosen der chronisch UV-geschädigten Haut. Der Übergang in Plattenepithelkarzinome wird durch Pigmentstörungen und Immundefizite drastisch erhöht. Aktinische Keratosen sind durch flache bis hypertrophe Keratosen und eine chronische Entzündung mit Expression von entzündungsfördernden Interleukinen, Wachstumsfaktoren und (Proto-)Onkogenen gekennzeichnet.

Weiterlesen